Per Bus zum Fachmarktzentrum

Stadtwerke setzten Forderung der CDU um. Bereits im Sept. 2008 hatten die CDU-Ratsherren Dirk Breuer und Hans-Josef Lang beantragt, das Fachmarktzentrum an der Eschweilerstr. Mit dem Stadtbus anzufahren. Der Verwaltungsrat der Stadtwerke hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, eine Busverbindung zum Fachmarktzentrum einzurichten. „Endlich können die Hürther mit dem Bus zum Fachmarktzentrum fahren. Damit wird unsere langjährige Forderung umgesetzt", freut sich Dirk Breuer. Sein Fraktionskollege Lang ergänzt: „ Besonders für ältere Menschen ist es gut, die Geschäfte auch ohne Auto erreichen zu können. Schade nur, dass der Bus am Kreisel Bonnstraße/Eschweiler Straße halten soll und nicht ins Fachmarktzentrum hochfährt".

Mit der neuen Linie 718 wird künftig der ZOB mit dem Fachmarktzentrum und Fischenich angebunden. Das ist aber nicht die einzige Neuerung beim Stadtbus. Künftig wird der Wasserstoffbus auf der neuen Linie 720 vom ZOB über den Hürther Bogen und die Luxemburger Straße zur Stadtbahnhaltestelle Hermülheim fahren. „Damit kann man vom starken frequentierten Bahnhof Hermülheim nun faktisch im 10-Minutentakt zum Hürth-Park gelangen", sieht Breuer eine wesentliche Verbesserung. Auf Höhe der AOK wird eine neue Haltestelle eingerichtet. „Das ist für das Hermülheimer Zentrum eine gute Entwicklung", meint Lang.

Der Beschluss des Verwaltungsrates sieht eine Beibehaltung des bisherigen 20-Minutentaktes auf allen Linien vor. Die Linie 716, die bisher Knapsack mit Efferen verbunden hat, wird auf Grund des zu geringen Fahrgastaufkommens durch AST-Verkehr ersetzt. Die Taktung der Buslinien wird auf die Ankunftszeiten der Stadtbahn an den Haltestellen  Efferen, Hermülheim und Fischenich ausgerichtet.

CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Fabian beurteilt die beschlossene Optimierung des Stadtbusnetzes grundsätzlich positiv: „Das ist ein Fortschritt, aber noch nicht das Optimum". Kritisch sehen  die Christdemokraten vor allem, dass die Schulanfangszeiten geändert werden sollen, um die Zahl der Zusatzfahrzeuge im Schülerverkehr  von 10 auf 6 zu reduzieren. Dafür soll der Unterricht an der Hauptschule Kendenich, der Realschule, der Dr. Kürten-Schule und der Bodelschwingh-Schule bereits um 7.45 Uhr beginnen. Am Albert-Schweitzer Gymnasium, dem Ernst-Mach Gymnasium und der Hauptschule Hermülheim sollen die Schülerinnen und Schüler dagegen erst um 8.30 Uhr starten.

 „Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das muss im Konsens mit den Schulen geregelt werden", meint Fabian. Zu den neuen Maßnahmen gehört auch, dass die Tickets künftig beim Fahrer gekauft werden können. Nichtmehr funktionsfähige Automaten in den Bussen werden dann Zug um Zug durch den Barverkauf ersetzt. Insgesamt rechnen die Stadtwerke durch das nun beschlossen Konzept mit einem Einsparpotential von rd. 460.000 Euro.