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Beteiligungsquote von 79 Prozent an den weiterführenden Schulen – erster Jahrgang startet mit eigenem iPad ins Schuljahr

Die sozial gestaffelte Elternfinanzierung für digitale Endgeräte an den weiterführenden Schulen ist in Hürth auf eine bemerkenswert große Resonanz gestoßen. In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales und Inklusion am 23. September 2026 stellte die Verwaltung die Zahlen zum Start des Schuljahres 2026/2027 vor: Stadtweit beteiligen sich 79 Prozent der Familien anspruchsberechtigter Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 an dem Modell. Insgesamt 508 von 642 Jugendlichen gehen damit erstmals mit einem eigenen, von der Stadt bezuschussten iPad in den Unterricht.

„Eine Beteiligung von 79 Prozent ist ein eindeutiges Votum der Eltern. Das ist eine beeindruckend hohe Akzeptanz für ein freiwilliges Modell“, freut sich Ulrich Klugius, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Wir hatten von Anfang an gesagt: Digitale Bildung darf keine soziale Frage sein. Genau das hat sich jetzt bestätigt – die gestaffelten Zuschüsse von 50 bis 100 Prozent haben dafür gesorgt, dass die finanzielle Situation der Familien nicht darüber entscheidet, wer ein eigenes Gerät bekommt.“

Bemerkenswert ist aus Sicht der CDU-Fraktion, dass die Beteiligung über alle Schulformen hinweg hoch ausgefallen ist und sich die Schulkonferenzen aller Schulen für eine Beteiligung ausgesprochen haben. Am Albert-Schweitzer-Gymnasium liegt die Quote bei 90 Prozent, am Ernst-Mach-Gymnasium bei 95 Prozent, an der Gesamtschule bei 78 Prozent, an der Realschule bei 62 Prozent und an der Hauptschule bei 56 Prozent. Zusammen mit den städtischen Leihgeräten, die für Familien zur Verfügung stehen, die sich nicht beteiligen können oder wollen, konnten so alle neunten Klassen Hürths mit einem eigenen digitalen Endgerät ausgestattet werden.

„Das Ergebnis zeigt, dass unser Modell in jeder Schulform angenommen wird – und nicht nur dort, wo man es ohnehin erwartet hätte“, betont Klugius. „Wer behauptet hat, ein elternfinanziertes Modell schaffe neue Ungleichheiten, ist durch die Zahlen widerlegt worden.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski verweist auf den entscheidenden Effekt des Modells: „Ohne die Elternbeteiligung hätten wir in diesem Jahrgang nicht annähernd so viele Schülerinnen und Schüler mit einem Endgerät ausstatten können. Der städtische Haushalt gibt eine Vollausstattung aus eigener Kraft schlicht nicht her. Erst das Interesse der Eltern an einem bezuschussten Gerät und die Bereitschaft der Stadt, diesen Weg mitzugehen, haben aus dem Budget für eine 1:2-Ausstattung eine faktische 1:1-Ausstattung gemacht. Das sind 321 zusätzliche Geräte für einen modernen, digital unterstützten Unterricht.“

Burzinski erinnert zugleich an die politischen Mehrheiten: Das Modell war im Rat und im Hauptausschuss von CDU und Bündnis 90/Die Grünen forciert worden, während SPD und Freie Wähler/FDP dagegen gestimmt hatten. „Wir haben damals viel Kritik gehört. Die Zahlen, die die Verwaltung jetzt vorgelegt hat, sprechen für sich. Ich würde mich freuen, wenn unsere politischen Widersacher das jetzt vorgelegte Ergebnis zum Anlass nähmen, den Erfolg unseres Modells anzuerkennen.“

Tim Bong, Vertreter der CDU im Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion, hebt den praktischen Nutzen hervor: „Ein eigenes Gerät ist mehr als ein Arbeitsmittel für den Unterricht. Die Jugendlichen können damit zu Hause lernen, sich auf Prüfungen vorbereiten und es später in der Ausbildung weiternutzen. Genau deshalb haben wir uns für den Einstieg ab Klasse 9 stark gemacht.“

Bong dankte ausdrücklich der Verwaltung und den Schulen: „Von der Antragsphase über die Elterninformationen bis zur Auslieferung in Klassensätzen nach den Sommerferien hat die Organisation funktioniert. Das war ein erheblicher Aufwand, der von allen Beteiligten mit großem Engagement gestemmt worden ist.“

Die CDU-Fraktion sieht das Modell damit als tragfähige Grundlage für die kommenden Jahrgänge. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 werden weiterhin gemäß Medienentwicklungsplan im Verhältnis eins zu zwei mit städtischen Geräten ausgestattet, die Grundschulen im Verhältnis 1:4. Parallel treibt die Stadt mit den Mitteln des Haushalts 2026 die Erneuerung und Erweiterung des schulischen WLAN voran – eine Voraussetzung dafür, dass die Geräte im Unterricht zuverlässig genutzt werden können.

Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat heute den Weg für den neuen Medienentwicklungsplan 2025–2029 der Hürther Schulen freigemacht. Die CDU-Fraktion begrüßt den nunmehr beschlossenen Plan ausdrücklich – insbesondere in der Form, wie er gemeinsam mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen noch einmal gezielt angepasst wurde.

„Wir schaffen eine solide Grundlage für die digitale Bildung in Hürth – mit Augenmaß, Fairness und einer klaren Perspektive für alle Schulformen“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Bjørn Burzinski. „Unser Änderungsantrag sorgt dafür, dass Schulen flexibel mit digitalen Endgeräten arbeiten können und gleichzeitig alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet werden.“

Kern des Beschlusses ist eine flächendeckende 1:2-Ausstattung mit digitalen Endgeräten an allen weiterführenden Schulen, die es den Schulen erlaubt, Geräte je nach pädagogischem Konzept gezielt einzusetzen – ob punktuell über alle Jahrgänge hinweg oder gebündelt in bestimmten Klassenstufen. „Damit stärken wir die pädagogische Freiheit der Schulen, statt sie durch starre Vorgaben einzuschränken“, so Ulrich Klugius, Sprecher der CDU im Bildungsausschuss.

Zugleich eröffnet der Plan nun die Möglichkeit, in der Jahrgangsstufe 9 ein freiwilliges 1:1-Modell mit elternfinanzierter Beteiligung und kommunalem Zuschuss anzubieten. „So können Schülerinnen und Schüler rechtzeitig vor dem Abschluss kontinuierlich den Umgang mit einem eigenen Gerät üben – das ist nicht nur sinnvoll für den Schulalltag, sondern auch eine Investition in ihre berufliche Zukunft“, erklärt CDU-Bildungsexperte Klugius.

Bewusst hat sich die CDU-Fraktion gemeinsam mit den Grünen gegen ein doppelt gestaffeltes 1:1-Modell ab Klasse 7 und EF ausgesprochen. Burzinski dazu: „Zwei elternfinanzierte Anschaffungen im Lauf der Schulzeit halten wir für nicht praktikabel. Das birgt die Gefahr, dass die Akzeptanz bei den Eltern sinkt – und damit das ganze Modell ins Wanken gerät.“

Ein besonderes Augenmerk richtet der geänderte Medienentwicklungsplan auch auf die Grundschulen: Diese sollen zeitnah mit digitalen Endgeräten im Verhältnis 1:4 sowie mit interaktiven Smartboards ausgestattet werden. Damit rückt Hürth im Bereich der digitalen Bildung einen großen Schritt weiter – über alle Schulstufen hinweg.

„Wir stehen für durchdachte Lösungen statt Schnellschüsse. Mit diesem Plan können wir die Digitalisierung unserer Schulen nachhaltig und tragfähig gestalten“, so das Fazit des CDU-Fraktionsvorsitzenden.