„Der Industriestandort Hürth war Jahrzehnte vom Braunkohleabbau und der Energieerzeugung geprägt, weiß Bjørn Burzinski, Fraktionsvorsitzender der CDU Hürth. Deshalb begrüßt er ausdrücklich die Fördermöglichkeiten, von denen die Stadt im Rahmen des Strukturwandels profitieren soll.

Der wichtigste Faktor hierbei ist eine aktive Verwaltung. „Mein Dank gilt vor allem Bürgermeister Dirk Breuer und Fachbereichsleiter Marco Dederichs. Ihnen ist es gelungen, bereits das Blockchain-Reallabor in Hürth anzusiedeln. Hierfür hatte sich die Verwaltungsspitze schon vor Monaten intensiv eingesetzt.“

Weitere Projekte sind ebenfalls so weit qualifiziert, dass ein Förderzugang identifiziert werden konnte. An deren Realisierung hatte auch Matthias Neugebauer, Geschäftsführer von St@rt Hürth, großen Anteil.

AI Village – Erster voll digitalisierter Campus Europas

Das AI Village, wird der erste Campus Europas, der vollkommen digitalisiert sein wird. Entwicklung, innovative Workplaces und Erlebnisflächen spielen hier zusammen. Durch die einzigartige Symbiose, in deren Fokus das Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz und Robotik steht, wird KI erlebbar gemacht. „Künstliche Intelligenz greift heute schon in so viele Bereiche, dass wir uns sicher sind, dass die Stadt Hürth und das gesamte Rheinische Revier von dieser Hightech-Schmiede profitieren werden“, schildert Burzinski das Vorhaben begeistert. Er sichert die Zustimmung seiner Fraktion zu, wenn die Verwaltung hier die Mittel zur Finanzierung des Eigenanteils in den Haushalt einstellt. Den Antrag hat die Stadt Hürth am 8. Oktober 2021 eingereicht.

Innovationsplattform Entrepreneurship Center Rheinisches Revier (ECRR)

Den dritten Stern der Zukunftsagentur Rheinland (ZAR) hat auch die Innovationsplattform „Entrepreneurship Center Rheinisches Revier“ erhalten. Damit erfährt das ECRR ebenfalls die für die Förderung erforderliche Würdigung als „Zukunftsprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier“. Es basiert auf fünf Säulen: einem internationalen Inkubations- und Accelerationsprogramm, dem Einbezug von Industrie und Mittelstand, einem Tech-Ökosystem, einem Makerspace und einem Innovations-Ökosystem. „Eine Vielzahl fertiger Startups sollen hier pro Jahr entstehen“, berichtet Burzinski. Er ergänzt: „Es soll eine Mischung aus internationalen sowie regionalen und nationalen Startups angezogen werden. Im Ziel werden diese auf 10.000qm im Coworking-Space arbeiten.“ Bis 2026 sollen hier zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.

ChemHub Knapsack – Accelerator für Startups aus Chemie, Power-to-X und industrielle Biotechnologie

Für das Projekt ChemHub Knapsack, einem Accelerator für Startups und kleine sowie mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Power-to-X und industrielle Biotechnologie, konnt die letzte Qualifizierungsstufe bisher noch nicht erreicht werden. Dies liegt daran, dass ein passender Förderzugang bisher noch nicht identifiziert wurde. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es der Verwaltung alsbald gelingen wird das Projekt weiterzuentwickeln, wenn sie genauso engagiert an der Sache dran bleibt, wie sie das bei den anderen Projekten bereits bewiesen hat. Die CDU-Fraktion begleitet und unterstützt diese zukunftsweisenden Projekte jedenfalls weiterhin“, so Burzinski.

Die CDU ist die einzige Partei in Hürth, die in den einzelnen Stadtteilen mit eigenständigen Ortsverbänden vertreten ist. Unsere Politik lebt von persönlichen Begegnungen, dem Besuch von Veranstaltungen, der Organisation von Stammtischen und vielem mehr. Auf vieles müssen wir in Zeiten von Corona verzichten.

Was anfangs noch gewöhnungsbedürftig war, ist jetzt schon fast normal. Die Gremien der CDU tagen digital per Videokonferenz. „Ich bin stolz auf die vielen Aktiven im Vorstand des Stadtverbandes, der neun Ortsverbände und der CDU-Vereinigungen. Es haben zahlreiche digitale Vorstandssitzungen stattgefunden“, sagt Gudrun Baer, Vorsitzende des Stadtverbandes.

Fraktionschef Bjørn Burzinski ergänzt: „Auch für die Fraktionsmitglieder entfällt seit Monaten die Anfahrt ins Rathaus. Stattdessen wird regelmäßig montags zur Fraktionssitzung der Laptop zu Hause aufgeklappt. Die Vorbesprechungen für die Fachausschüsse und weiterer Austausch müssen digital laufen.“

Der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern hat andere Kommunikationswege gefunden. So gibt es in den digitalen Sitzungen immer einiges zu debattieren. „Moderne Parteiarbeit hat durch die Corona-Pandemie einen kräftigen Schub bekommen“, bilanziert Baer. „Der Dialog und die Mitwirkungsmöglichkeiten unserer Mitglieder sind essentiell für eine weitere gute Arbeit für unsere Heimatstadt.“

Foto: CDU/Tobias Koch

Als erstes Projekt hat nun das Blockchain-Reallabor in Hürth einen Förderbescheid über 4,7 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten. „Die Ursprünge des Kohleabbaus in der Region lagen einmal in Hürth. Dass das Blockchain-Reallabor bei uns an den Start geht, ist ein starkes Signal auch für das gesamte Rheinische Revier. Zukunft, Entwicklung und Innovation haben in unserer Region ihre Heimat“, freut sich Bürgermeister Dirk Breuer über die wegweisende Fördervergabe.

Das Blockchain-Reallabor ist ein Leuchtturmprojekt: Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik wird in Hürth ein Demonstrationszentrum für Blockchain-Lösungen errichten, ein Unternehmensnetzwerk aufbauen und Praxisprojekte initiieren und begleiten. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie können Informationen und Werte schnell und sicher ausgetauscht werden. Eingesetzt werden könnte die Technik etwa in den Bereichen Energie, Finanzen, Produktion, Logistik und Daseinsvorsorge.

Herausforderungen werden angepackt

Ein positives Resultat aus der Corona-Krise ist, dass die Digitalisierung an den Schulen durch das Land eine stärkere Förderung erfährt. Die Stadt Hürth konnte aus den Mitteln zur Sofortausstattung mit Laptops 767 Schülergeräte und 557 Geräte für Lehrkräfte bestellen. Bereits 580 Geräte konnten an 14 Hürther Schulen für die Schülerinnen und Schüler bereit gestellt werden. „Die große Nachfrage an Endgeräten führt jedoch zu Engpässen, deswegen ist frühestens Ende März mit weiteren Lieferungen durch die Hersteller zu rechnen“, weiß CDU-Ratsmitglied Bastian Fellmett zu berichten.

„In Hürth hat die Verwaltung unmittelbar reagiert. Vergabe- und Beschaffungswege brauchen zwar ihre Zeit, aber wir sind in Hürth schon weiter als anderswo“, betont CDU-Ratsfrau Gudrun Baer. Auch auf anderen Feldern sind die richtigen Weichen gestellt. So verfügen alle 16 Hürther Schulen über WLAN. Eine zukunftsfähige Gigabit-Infrastruktur wird bis Ende 2022 umgesetzt. In der Zwischenzeit konnten mit den Telekommunikationsanbietern Verbesserungen abgestimmt werden, soweit die vorhandenen Leitungen dies ermöglichten.

„Die technischen Voraussetzungen werden fortlaufend verbessert“, betont Baer, die selber zwei schulpflichtige Kinder hat. Sie blickt optimistisch in die Zukunft: „Die CDU-Fraktion sieht sich auf dem eingeschlagenen Weg durch die Entwicklung bestätigt, die Schulen bedarfsgerecht auszurüsten. Daran arbeiten wir weiterhin als verlässlicher Ansprechpartner der Schulen und für unsere Kinder.“