CDU-Fraktion nimmt aktuelle Statistik ernst

„Mehr als jeder zehnte Einwohner in Hürth lebt mit einer Schwerbehinderung. Das verpflichtet uns als Stadt, Teilhabe aktiv zu ermöglichen. Barrierefreiheit, inklusive Angebote und eine gute Unterstützung im Alltag müssen selbstverständlich sein“, erklärt Bjørn Burzinski, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Die aktuelle Statistik der Stadtverwaltung zeigt deutlich: In Hürth leben immer mehr Menschen mit Schwerbehinderung. Zum Stichtag 31.12.2023 waren 6.630 Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis registriert – das entspricht 10,68 % der Hürther Bevölkerung.

Besonders auffällig ist die Altersstruktur:

  • 3 % der Betroffenen sind unter 14 Jahre,
  • 38 % sind zwischen 15 und 65 Jahre,
  • 59 % sind 65 Jahre oder älter.

Damit zeigt sich auch ein langfristiger Trend: Seit 2015 ist die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung in Hürth deutlich gestiegen – von 5.213 im Jahr 2015 auf 6.630 im Jahr 2023.

Für die CDU-Fraktion ist klar: Diese Entwicklung muss sich stärker in der kommunalen Politik widerspiegeln.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass Inklusion keine Randfrage ist, sondern viele Menschen in unserer Stadt betrifft. Wir müssen Hürth konsequent barriereärmer gestalten – im öffentlichen Raum, im Verkehr und bei städtischen Angeboten“, betont CDU-Ratsmitglied Rolf Elsen.

Die CDU-Fraktion will die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und konkrete Verbesserungen anstoßen – etwa bei barrierefreien Wegen, inklusiven Freizeitangeboten und einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungen.

Unser Ziel ist klar: Hürth soll eine Stadt sein, in der alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

„Mit der neuen Sozialförderrichtlinie schaffen wir klare und moderne Rahmenbedingungen, um das Engagement vieler Menschen in unserer Stadt gezielt zu unterstützen“, erklärt Aylin Kocabeygirli (CDU), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Inklusion. „Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in Hürth.“

Auf Antrag von CDU und Grünen hat der Rat der Stadt Hürth eine neue Förderrichtlinie für die freiwillige Unterstützung im Bereich Soziales beschlossen. Sie tritt am 1. April 2026 in Kraft und ersetzt die bisherige Richtlinie aus dem Jahr 2021. Die Koalitionspartner hatten die Verwaltung beauftragt, eine zeitgemäße Sozialförderrichtlinie zu erarbeiten.

Künftig können neben gemeinnützigen Vereinen auch Initiativen und bürgerschaftliche Zusammenschlüsse Fördermittel beantragen. Unterstützt werden insbesondere Projekte, die soziales Engagement stärken, Integration fördern oder Angebote für Familien, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Nachbarschaftshilfe und Armutsprävention schaffen.

„Uns war wichtig, die Förderung breiter aufzustellen und mehr engagierten Menschen Zugang zu ermöglichen“, betont CDU-Ratsmitglied Nadine Heinzel. „So können noch mehr gute Ideen für den sozialen Zusammenhalt in Hürth umgesetzt werden.“

Die Förderung erfolgt im Rahmen der im Haushalt bereitgestellten Mittel und kann in der Regel bis zu 3.000 Euro jährlich betragen, bei Kooperationen mehrerer Partner bis zu 5.000 Euro. Für das Antragsverfahren 2026 wird die Frist einmalig bis zum 31. Mai 2026 verlängert.