„Eine lebendige Demokratie lebt vom Zusammenhalt und vom respektvollen Miteinander unterschiedlicher Menschen und Lebensentwürfe. Der Aktionstag ist eine gute Gelegenheit, dieses gemeinsame Fundament sichtbar zu machen und Engagement vor Ort zu fördern“, Rolf Elsen von der CDU-Hürth, anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Zusammenhalt in Vielfalt“ am 21. Mai 2026.

Der Aktionstag wird erstmals von der Initiative kulturelle Integration gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften, Medien, Sozialpartnern sowie Vertretern von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden ausgerufen. Im Rahmen des UNESCO-Welttags der kulturellen Vielfalt sollen bundesweit Veranstaltungen und Aktionen stattfinden, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein Zeichen für eine offene und vielfältige Gesellschaft setzen.

Der Sprecher der CDU-Fraktion im Inklusionsausschuss, Ulrich Klugius, betont die Bedeutung der Initiative: „Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind zentrale Voraussetzungen für echten Zusammenhalt. Aktionen, die Begegnung ermöglichen und Verständnis füreinander stärken, leisten dazu einen wichtigen Beitrag.“

Organisationen, Initiativen und auch Einzelpersonen sind eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen und Projekten am Aktionstag zu beteiligen. Voraussetzung ist, dass sich die Aktionen mit dem Motto „Zusammenhalt in Vielfalt“ verbinden lassen. Zur Unterstützung stellen die Initiatoren Materialien wie Plakatvorlagen, Logos und Social-Media-Bausteine bereit.

CDU-Fraktion nimmt aktuelle Statistik ernst

„Mehr als jeder zehnte Einwohner in Hürth lebt mit einer Schwerbehinderung. Das verpflichtet uns als Stadt, Teilhabe aktiv zu ermöglichen. Barrierefreiheit, inklusive Angebote und eine gute Unterstützung im Alltag müssen selbstverständlich sein“, erklärt Bjørn Burzinski, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Die aktuelle Statistik der Stadtverwaltung zeigt deutlich: In Hürth leben immer mehr Menschen mit Schwerbehinderung. Zum Stichtag 31.12.2023 waren 6.630 Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis registriert – das entspricht 10,68 % der Hürther Bevölkerung.

Besonders auffällig ist die Altersstruktur:

  • 3 % der Betroffenen sind unter 14 Jahre,
  • 38 % sind zwischen 15 und 65 Jahre,
  • 59 % sind 65 Jahre oder älter.

Damit zeigt sich auch ein langfristiger Trend: Seit 2015 ist die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung in Hürth deutlich gestiegen – von 5.213 im Jahr 2015 auf 6.630 im Jahr 2023.

Für die CDU-Fraktion ist klar: Diese Entwicklung muss sich stärker in der kommunalen Politik widerspiegeln.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass Inklusion keine Randfrage ist, sondern viele Menschen in unserer Stadt betrifft. Wir müssen Hürth konsequent barriereärmer gestalten – im öffentlichen Raum, im Verkehr und bei städtischen Angeboten“, betont CDU-Ratsmitglied Rolf Elsen.

Die CDU-Fraktion will die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und konkrete Verbesserungen anstoßen – etwa bei barrierefreien Wegen, inklusiven Freizeitangeboten und einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungen.

Unser Ziel ist klar: Hürth soll eine Stadt sein, in der alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

„Inklusion und Teilhabe sind keine Zukunftsprojekte – sie müssen schon jetzt im Alltag unserer Stadt gelebt werden,“ so der Jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion Hürth, Tim Bong.

Die städtische Koordinationsstelle leistet einen wichtigen Beitrag, um Kinder, Jugendliche und Familien in Hürth besser zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.

„Hürth zeigt, wie kommunale Jugendhilfe konkret wirkt: Niedrigschwellige Angebote, enge Vernetzung und direkte Unterstützung in den Familienbüros machen Inklusion erfahrbar“, weiß CDU-Ratsmitglied Rolf Elsen. Bong und Elsen begleiten das Projekt des Familienbüros „Am Gustav“ seit Beginn an und sprechen aus ihrem reichen Erfahrungsschatz.

Die Koordinationsstelle verbindet Netzwerkarbeit mit direktem Praxisbezug. Besonders hervorzuheben sind neue inklusive Projekte im Familienbüro, darunter ein Tanz- und Musikangebot, das speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen zugeschnitten ist.

Die Angebote der Familienbüros, insbesondere des Beratungsnetzes, des offenen Familienbüros und des Nachbarschaftscafés verbessern die Teilhabe von Familien in Hürth, insbesondere von Familien mit gesundheitlicher Einschränkung, Alleinerziehenden, Familien mit Migrationshintergrund oder solchen, die von Armut betroffen sind. Das Beratungsnetz bietet zudem Hilfestellung bei bürokratischen Anliegen und informiert über soziale Leistungen, während der Familienkompass mit 483 Angeboten eine umfassende Übersicht über inklusive und kostenfreie Angebote bietet.

Mit der Weiterentwicklung der Präventionskette steht ein zentrales Instrument zur Verfügung, um Bedarfslücken frühzeitig zu erkennen und neue Angebote zu entwickeln. Hierzu soll die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und Familienzentren weiter ausgebaut werden, um Übergänge im Lebensverlauf von Kindern und Jugendlichen besser zu begleiten und die Perspektiven der Familien stärker in die Angebotsplanung einzubeziehen.

Tim Bong und Rolf Elsen unterstreichen: „Hürth geht den richtigen Weg – sozialraumorientiert, kooperativ und partizipativ. Wir werden die Arbeit der Koordinationsstelle weiter unterstützen und darauf achten, dass Inklusion und Teilhabe in allen Lebensbereichen der Stadt kontinuierlich gestärkt werden.“