Friedrich-Ebert-Realschule: Gebäude in Betrieb, Fenster bleiben Problem
Stadt lässt Mangel am Neubau fachlich prüfen – vertragskonforme Lösung gefordert
„Dass der Neubau inzwischen von Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern genutzt werden können, freut uns sehr. Wehrmutstropfen bleiben jedoch die Baumängel: Die Stadt darf sich bei den Fenstern nicht mit einer provisorischen Lösung zufriedengeben.“
Das erklärt Rüdiger Winkler, Sprecher der CDU-Fraktion im Planungsausschuss, zur Sanierung und Erweiterung der Friedrich-Ebert-Realschule.
Bei den Fenstern des Neubaus war im Zuge der Bauabnahme festgestellt worden, dass sie in den Obergeschossen nicht ausreichend gegen Anprall von innen sowie gegen Wind und Sog gesichert seien. Der Generalunternehmer hat deshalb zusätzliche Stahlwinkel zur Befestigung eingebaut. Diese Lösung wurde statisch geprüft und vorläufig freigegeben.
Allerdings entspricht die Ausführung nicht der ursprünglichen Planung; durch die zusätzlichen Befestigungen wurden zudem einzelne Fensterbauteile beschädigt. Die Stadt hat den Generalunternehmer deshalb aufgefordert, einen vertragskonformen Zustand herzustellen. Ein öffentlich bestellter Sachverständiger für Fenster und Fassaden wurde eingeschaltet.
„Jetzt muss geklärt werden, welche dauerhafte Lösung technisch und rechtlich Bestand hat“, sagt Maria Graf-Leimbach, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Für uns ist entscheidend, dass am Ende ein sicherer und dem vereinbarten Neubaustandard entsprechender Zustand hergestellt wird. Die Kosten für die Beseitigung des Mangels dürfen dabei nicht bei der Stadt hängen bleiben.“
Ob die vorhandenen Fenster saniert werden können oder vollständig ausgetauscht werden müssen, ist derzeit noch offen. Die CDU-Fraktion erwartet, dass die Angelegenheit fachlich sauber geprüft und anschließend eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird.