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CDU treibt Optimierung des Stadtbusses voran

„Heute haben wir einen großen Schritt in Richtung Verkehrswende in Hürth getan“, freut sich der CDU-Verkehrsexperte Gerd Fabian über den Beschluss zu umfangreichen Fahrplanänderungen im Verkehrsausschuss der Stadt Hürth zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021.

Auf Initiative von CDU und Grünen war bereits vor der Kommunalwahl ein Konzept zur Optimierung des Stadtbusnetzes in Auftrag gegeben worden. In den vergangenen Monaten trafen sich Vertreter aller Parteien in mehreren Sitzungen eines interfraktionellen Arbeitskreises, um über die Vorschläge zu beraten. „Vor diesem Hintergrund ist es umso verwunderlicher, dass nach intensiven und konstruktiven Gesprächen die SPD erst weniger als 24 Stunden vor der Ausschusssitzung Beratungsbedarf anmeldete und weitere Änderungen vorschlug, um somit das ganze Anliegen weiter zu verzögern“, kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bjørn Burzinski, die Genossen, und ergänzt: „Wäre ihnen tatsächlich an der Optimierung gelegen gewesen, hätte man sich an die Beratungsfolge im Arbeitskreis halten müssen.

Der planungs- und verkehrspolitische Sprecher der CDU, Rüdiger Winkler erläutert: „Wir haben mit Mehrheit eine Veränderung beschlossen, die vor allem den Anschluss von Sudetenstraße und Horbeller Straße herbeiführt, und somit der Stadtbus künftig das ASG und die Gesamtschule anfährt. Ebenso fahren bald drei Linien, eine davon Zeitversetzt, vom Einkaufszentrum in Richtung Bahnhof Hermülheim, wodurch die Verbindung ZOB zur Linie 18 alle zehn Minuten möglich ist.“ Weiterhin soll der Stadtbus aus dem Stadtteil Alt-Hürth sowie vom Chemiepark direkt die KVB-Haltestelle anfahren, ergänzt Winkler.

„Der Stadtbus ist seit über 20 Jahren ein Erfolgsmodell für den ÖPNV in Hürth. Es war jetzt an der Zeit, konzeptionelle Veränderungen herbeizuführen“, stellt Fabian fest. Dem trage nun das weiterentwickelte Stadtbusangebot Rechnung: „Bedarfe wurden analysiert, Wege und Anschlüsse optimiert, Linien aufeinander abgestimmt, damit der öffentliche Nahverkehr attraktiver wird und mehr Bürgerinnen und Bürger auf den Bus umsteigen. Wir wollen keine Zeit verlieren“, so Fabian.

Winkler verspricht: „Für die weißen Flecken, die noch bleiben, wird alsbald der neue On-Demand-Verkehr der Stadtwerke eingeführt. Schon im Herbst beginnt die Testphase, um beispielsweise den Stadtteil Knapsack zu erschließen.“

Für die von den Stadtwerken vorgeschlagene Linienführung über die Lindgenstraße durch das Landschaftsschutzgebiet müssen Alternativen gesucht und ernsthaft geprüft werden,“ betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Winkler in der Sitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke, zu der auch eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern aus Fischenich und Kendenich erschienen waren, um sich gegen den Ausbau der Lindgenstraße auszusprechen.
Durch die Bauarbeiten auf der Gennerstraße wird es während des Ausbaus des Knotenpunktes Gennerstraße/Am Schneeberg/Druvendriesch notwendig, für die Stadtbuslinie 713 vorübergehend eine andere Streckenführung vorzusehen. Nach Auskunft der Stadtwerke wird die bisher einzige für Busse befahrbare Verbindung zwischen Fischenich und Kendenich über die Straße „Am Schneeberg“ für mindestens sechs Monate gesperrt werden müssen. Die Stadtwerke haben im Vorfeld der Verwaltungsratssitzung mehrere alternative Linienwege untersucht, und sich für einen Ausbau des durch das Landschaftsschutzgebiet führenden Feldweges „Lindgenstraße“ als Alternativstrecke ausgesprochen.
„Wir halten es für zwingend geboten, auch die für uns aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnten Alternativen sowie weitere Gestaltungsmöglichkeiten noch einmal detailliert zu prüfen und dem Verwaltungsrat dann erneut zur Beschlussfassung vorzulegen,“ begründete Winkler den Prüfauftrag der Vertreter von CDU und Grünen im Verwaltungsrat. „Wir bevorzugen zurzeit eine Linienführung von der Frentzenhofstraße über die Nußallee und die Bonnstraße nach Fischenich und deren Weiterführung bis zu einer Wendestelle über den Parkplatz am neuen Friedhof. Eine solche Streckenführung wäre mit geringem baulichen Aufwand realisierbar und würde außerdem nur geringfügige Nachteile bezüglich der Erreichbarkeit für die Anwohner in Fischenich und Kendenich bedeuten. Im Bereich des neuen Friedhofs in Fischenich würde sie sogar zu einer erheblichen Verbesserung führen. Wir sind aber auch für andere Linienführungen offen, die einen gravierenden Eingriff in den Landschaftsschutz und zusätzliche Belastungen für die Bewohner beider Ortsteile vermeiden, zu der der Ausbau der Lindgenstraße führen würde.“