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„Mit dem neuen Gewässerkonzept für den Gleueler und den Stotzheimer Bach gehen wir in Hürth einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaschutz, Hochwassersicherheit und die Aufenthaltsqualität in Hürth“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski. „Wir schaffen damit die Grundlage, um Wasser sichtbar und erfahrbar zu machen und gleichzeitig auf Starkregenereignisse flexibel reagieren zu können.“

Das Konzept, das in enger Abstimmung zwischen Stadt und SWH entwickelt wurde, verfolgt das Ziel, Wasser bei Starkregen zu speichern und schadlos aus den Siedlungen zu leiten. Gleichzeitig soll es ein gesundes Stadtklima fördern, Lebensräume für Pflanzen und Tiere sichern und die Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger steigern.

„Ich freue mich besonders, dass das Konzept nicht nur langfristig wirksam ist, sondern auch in kleinen, gut sichtbaren Projekten umgesetzt werden kann, die sich gegenseitig ergänzen. Die teilweise Renaturierung der Wasserläufe gibt die Bäche der Natur zurück und entschärft damit Gefahren, die erst bei starken Regenfällen sichtbar werden“, sagt Ulrich Klugius, CDU-Ratsmitglied aus Stotzheim. „So wird die Bewahrung und Aufwertung unserer Bäche für die Menschen vor Ort greifbar.“

Die CDU-Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag im Verwaltungsrat zu und unterstützt damit die zukunftsgerichtete, flexible Planung für die Gleueler und Stotzheimer Bäche. Das Konzept wurde offiziell zum internationalen Tag des Wassers am 22. März 2026 veröffentlicht.

Bessere Abläufe bei umfangreichem Angebot

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen den Stadtbusverkehr in Hürth effizienter gestalten, ohne das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger einzuschränken. Im Gegenteil: Wir sehen die Chance, mit klugen Anpassungen sogar Verbesserungen zu erreichen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth hat für die Sitzung des Verwaltungsrats am 26. März 2026 einen Prüfantrag eingebracht, der eine umfassende Analyse des Stadtbusverkehrs vorsieht. Gemeinsam mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) sollen die Stadtwerke untersuchen, welche Optimierungspotenziale bestehen, um den Betrieb kosteneffizienter zu gestalten.

Hürth verfügt im Vergleich zu anderen Städten im Rhein-Erft-Kreis über ein besonders umfangreiches ÖPNV-Angebot. Ein zentraler Bestandteil ist der Stadtbus, der seit seiner Einführung im Jahr 1997 kontinuierlich ausgebaut und durch moderne Angebote wie den On-Demand-Verkehr ergänzt wurde.

„Gerade weil wir bereits ein starkes Angebot haben, lohnt sich ein genauer Blick auf die Strukturen und Abläufe. Wir wollen herausfinden, wo wir effizienter werden können – etwa beim Rendezvousverkehr, bei Leerfahrten oder in den Ferienzeiten“, betont der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rüdiger Winkler.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf Synergien mit der RVK, an der die Stadtwerke beteiligt sind – insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten neuen Betriebshofs in Hürth.

Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Verwaltungsrat transparent vorgestellt und sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich ihrer finanziellen Auswirkungen differenziert dargestellt werden.

Die CDU-Fraktion unterstreicht, dass es ihr Anliegen ist, Einsparpotenziale zu nutzen, ohne das Angebot zu reduzieren. Vielmehr sollen mögliche Einsparungen dazu beitragen, den Stadtbusverkehr langfristig attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten.

Neue Haltestellen im Gewerbegebiet – CDU wünscht auch Anbindung der Trierer Straße in Alt-Hürth

„Unser Anspruch ist es, Mobilität in Hürth für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich und alltagstauglich zu gestalten – gerade auch in Bereichen, die bislang schlechter angebunden sind“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Burzinski.

Die CDU-Fraktion begrüßt die geplante Ausweitung des On-Demand-Mobilitätssystems „Hüpper“ auf das Gewerbegebiet Nord-Ost. Künftig sollen zentrale Straßen – darunter An der Hasenkaule, Daimlerstraße, Dieselstraße, Kalscheurener Straße, Max-Planck-Straße, Otto-Hahn-Straße, Robert-Bosch-Straße und Siemensstraße – durch 101 virtuelle Haltestellen erschlossen werden. Im Gegenzug soll die Stadt prüfen, inwiefern die Regionalbuslinie 935 auf gleicher Strecke entfallen kann, die von Hürtherinnen und Hürther kaum genutzt wird.

„Mit vergleichsweise geringen Mehrkosten von rund 5.000 Euro jährlich können wir die Mobilität im Gewerbegebiet deutlich verbessern, ÖPNV-Strukturen sinnvoll ergänzen und neue Kunden hinzugewinnen“, so Burzinski weiter.

Zugleich will die CDU-Fraktion wissen ob in Alt-Hürth der obere Teil der Trierer Straße sowie Henriette-Lott-Weg und Klüttenweg an das On-Demand-Netz angeschlossen werden können. „Mit dem Hüpper-System haben wir bereits ein flexibles Angebot geschaffen. Es liegt nahe den Teil von Alt-Hürth ebenfalls anzuschließen, der sehr weit von der nächsten Stadtbus-Haltestelle entfernt liegt“, betont CDU-Ratsmitglied im Verwaltungsrat, Peter Zylajew.

Die CDU-Fraktion sieht in beiden Maßnahmen eine wichtige Weiterentwicklung des Hüpper-Systems – für eine bessere Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und Wohnlagen und einen zukunftsfähigen, flexiblen Nahverkehr in Hürth.

CDU-Fraktion nimmt aktuelle Statistik ernst

„Mehr als jeder zehnte Einwohner in Hürth lebt mit einer Schwerbehinderung. Das verpflichtet uns als Stadt, Teilhabe aktiv zu ermöglichen. Barrierefreiheit, inklusive Angebote und eine gute Unterstützung im Alltag müssen selbstverständlich sein“, erklärt Bjørn Burzinski, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Die aktuelle Statistik der Stadtverwaltung zeigt deutlich: In Hürth leben immer mehr Menschen mit Schwerbehinderung. Zum Stichtag 31.12.2023 waren 6.630 Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis registriert – das entspricht 10,68 % der Hürther Bevölkerung.

Besonders auffällig ist die Altersstruktur:

  • 3 % der Betroffenen sind unter 14 Jahre,
  • 38 % sind zwischen 15 und 65 Jahre,
  • 59 % sind 65 Jahre oder älter.

Damit zeigt sich auch ein langfristiger Trend: Seit 2015 ist die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung in Hürth deutlich gestiegen – von 5.213 im Jahr 2015 auf 6.630 im Jahr 2023.

Für die CDU-Fraktion ist klar: Diese Entwicklung muss sich stärker in der kommunalen Politik widerspiegeln.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass Inklusion keine Randfrage ist, sondern viele Menschen in unserer Stadt betrifft. Wir müssen Hürth konsequent barriereärmer gestalten – im öffentlichen Raum, im Verkehr und bei städtischen Angeboten“, betont CDU-Ratsmitglied Rolf Elsen.

Die CDU-Fraktion will die Entwicklung weiterhin aufmerksam begleiten und konkrete Verbesserungen anstoßen – etwa bei barrierefreien Wegen, inklusiven Freizeitangeboten und einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderung an kommunalen Entscheidungen.

Unser Ziel ist klar: Hürth soll eine Stadt sein, in der alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Neue Regeln für Carsharing und Ladesäulen

„Wir schaffen klare Regeln und transparente Verfahren für neue Mobilitätsangebote in Hürth. Carsharing und Elektromobilität können wichtige Bausteine einer modernen Mobilität sein. Gleichzeitig behalten wir die Nutzung des öffentlichen Straßenraums im Blick“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski, und ergänzt: „Die Zukunft der Mobilität beginnt jetzt.“

Der Hauptausschuss hat eine Änderung der Sondernutzungssatzung beschlossen, mit der erstmals ein einheitlicher Rahmen für Carsharing-Angebote sowie für den Ausbau öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur geschaffen wird.

Künftig können Stellplätze im öffentlichen Straßenraum gezielt für Carsharing ausgewiesen werden. Gleichzeitig schafft eine neue Richtlinie „E-Mobilität“ klare Vorgaben für den bedarfsgerechten Ausbau von Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet. Damit soll der Ausbau transparent gesteuert und zugleich ein ungeordnetes Aufstellen von Infrastruktur im öffentlichen Raum vermieden werden.

CDU-Ratsmitglied Wilfried Görtz betont: „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die Elektromobilität. Mit der neuen Satzung schaffen wir Planungssicherheit für Anbieter und sorgen gleichzeitig dafür, dass der öffentliche Raum verantwortungsvoll genutzt wird.“

Für die CDU-Fraktion ist die Satzungsänderung ein sinnvoller Schritt, um neue Mobilitätsangebote in Hürth zu fördern und klare Rahmenbedingungen zu schaffen.

Zwischenbericht zeigt positive Entwicklungen auf

„Die Stadtverwaltung ist auf dem richtigen Weg. Wir sehen Fortschritte bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, freut sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski.

Die CDU-Fraktion bewertet den aktuellen Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan 2023–2028 positiv. Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Umsetzung der Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung innerhalb der Stadtverwaltung. Ziel des Plans ist es, Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit in der Verwaltung zu stärken, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und gezielt Unterrepräsentanzen abzubauen.

Wichtige Entwicklungen im Überblick:

  • 550 von 864 Beschäftigten sind Frauen
  • der Anteil von Frauen in Führungspositionen stieg von 45 % auf 47 %
  • flexible Modelle fördern die Rückkehr nach Elternzeit; über die Hälfte der Teilzeitkräfte arbeitet mehr als 50 % der regulären Arbeitszeit.
  • auch in technischen Bereichen und der Feuerwehr ist der Frauenanteil gestiegen

„Um Gleichstellung möglich zu machen, braucht es mehr als die gesetzliche Umsetzung, sondern auch eine offene, respektvolle Arbeitsumgebung, die attraktiv für alle Beschäftigten ist. Die CDU setzt sich dafür ein, dass erfolgreiche Maßnahmen fortgeführt und weiterentwickelt werden“, ergänzt CDU-Ratsmitglied Katharina Lang.

Die CDU-Fraktion wird die Umsetzung des Gleichstellungsplans weiterhin konstruktiv begleiten und die Stadtverwaltung bei der kontinuierlichen Förderung von Chancengleichheit und Frauen in Führungspositionen unterstützen. Ziel bleibt es, die Verwaltung als modernen, attraktiven Arbeitgeber für alle Geschlechter zu stärken.

CDU hält an Umsetzung fest

„Seit meiner ersten Kandidatur für den Stadtrat vor sechs Jahren setze ich mich für einen Kunstrasenplatz für Kendenich ein und habe mich stark gemacht, dieses Anliegen im letzten CDU-Wahlprogramm und im Koalitionsvertrag festzuhalten. Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern in Kendenich zugesagt, diese Maßnahme umzusetzen. Kendenich braucht den Platz, um den Trainings- und Spielbetrieb dauerhaft sicherzustellen und damit dem SV Kendenich langfristig eine Perspektive zu geben.“

Mit diesen Worten macht das Kendenicher Ratsmitglied Thomas Klug die Haltung der CDU-Fraktion zur Umwandlung des Tennenplatzes an der Buschstraße in einen Kunstrasenplatz deutlich.

Das von der CDU beauftragte Bodengutachten zeigt klaren Handlungsbedarf. Die Untersuchungen belegen, dass der bestehende Platzaufbau nicht den heutigen DIN-Anforderungen für einen Kunstrasenplatz entspricht. Unterhalb der Tennenschicht wurden Auffüllungen mit Schlacke- und weiteren Fremdanteilen festgestellt. Die vorhandenen Schichten sind weder als ungebundene Tragschicht geeignet noch ausreichend versickerungsfähig. Für die Errichtung eines Kunstrasenplatzes ist somit ein vollständiger, DIN-gerechter Neuaufbau erforderlich.

Positiv ist, dass die chemische Analyse der Tennenschicht ergibt, dass das Material nicht belastet ist und ordnungsgemäß entsorgt werden kann, wodurch zunächst keine höheren Kosten entstehen.

Trotz des komplizierten Unterbaus steht für die CDU-Fraktion steht fest: Das Projekt soll umgesetzt werden.

„Das Gutachten schafft Klarheit. Der Aufwand ist zwar größer als erwartet, jedoch gibt es nun Klarheit darüber, was zu tun ist, um eine nachhaltige, regelkonforme Lösung zu schaffen, die den Vereinen Planungssicherheit für viele Jahre gibt“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bjørn Burzinski, der Klugs Bemühungen um den Kunstrasenplatz stets unterstützt hat. „Ganz nebenbei“, ergänzt er, „müssen wir auch feststellen, dass selbst beim Erhalt eines Tennenplatzes die Schaffung eines neuen Unterbaus notwendig wäre. Diese Kosten würden so oder so entstehen.“

„Ein moderner Kunstrasenplatz ist heute Standard in der kommunalen Sportinfrastruktur. Wenn wir den Sportstandort Kendenich stärken wollen, führt an einer qualitätsgerechten Erneuerung kein Weg vorbei“, ergänzt der Vorsitzende des Sportausschusses, Hans-Josef Lang.
Die CDU-Fraktion wird sich im weiteren politischen Verfahren dafür einsetzen, die notwendigen Haushaltsmittel bereitzustellen und die Planungen zügig zu konkretisieren. Ziel bleibt, dem Stadtteil Kendenich eine zukunftsfähige Sportanlage zur Verfügung zu stellen und den Vereins- und Jugendsport nachhaltig zu stärken.

Rede des Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Bjørn Burzinski,

anlässlich der Verabschiedung der Haushaltssatzung

in der Sitzung des Hürther Stadtrats am 10.02.2026

In Hürth ist Fastelovend – und das ist gut so. Doch zwischen „löstigem Spell un‘ jecke Tön“ wird es hier – wo der Bürgermeister noch am Freitag Hürther Tollitäten und Hürther Jecken. empfing – und heute – bevor es übermorgen auf die Straßen geht – noch einmal ernst.

Bürgermeister Breuer berichtete uns vor gut zwei Monaten bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs von dunkleren Wolken, die aufziehen. Diese wurden zwischenzeitlich nicht nur von den bunten Ballons ein wenig verdrängt, auch die Zahlen stellen sich zwischenzeitlich geringfügig freundlicher dar – die Prognose bleibt aber düster: Minus 16,5 Millionen in 2026, minus 16,9 Millionen in 2027, minus 15,4 Millionen in 2028, minus 15,7 Millionen in 2029.

Kurz vor Karneval will ich aber keine schlechte Stimmung verbreiten, deshalb die gute Nachricht vorweg:In den nächsten Jahren werden wir trotz der dunklen Prognosen finanziell handlungsfähig bleiben – und das ohne Steuererhöhung.

Möglich ist das, weil die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung – namentlich: die Vertreterinnen und Vertreter von CDU und Grünen, gemeinsam mit Bürgermeister Breuer – durch kluge Wirtschafts- und Finanzpolitik die Ausgleichsrücklage auf über 80 Mio. Euro anwachsen ließen. Wir dürfen nicht vergessen: Als wir Ende 2014 die Verantwortung für die Zukunft unserer Kommune übernehmen durften, schauten wir nach jahrelanger Misswirtschaft der SPD in erschreckend leere Kassen und auf eine vernachlässigte Infrastruktur! Zwölf Jahre später sind wir mit 80 Millionen in der Hinterhand auch für wirtschaftlich schwierige Zeiten gerüstet. Und wir haben kräftig investiert: in den Ausbau von Kinderbetreuung, in die digitale Infrastruktur, in öffentliche Gebäude, Fahrradwege und die notwendige Verbesserung der Ausstattung unserer Schulen.

Diese Ausgleichsrücklage deckt das voraussichtliche Defizit der nächsten vier Jahre ab, so dass das Schreckgespenst Haushaltssicherungskonzept, das vor 2014 häufiger als einmal an die Rathaustür klopfte, weiterhin in anderen Kommunen sein Unwesen treiben wird, nicht aber bei uns.

Deshalb werden wir aber nicht die Hände in den Schoß legen und zuschauen, dass nichts passiert. Als gewählte Vertreterinnen und Vertreter für die Menschen in Hürth ist es uns Aufgabe und Pflicht, weiterhin im Rahmen der uns gesteckten Grenzen zu gestalten und unsere Stadt weiterzuentwickeln.

Zudem ist zu erwarten, dass unsere Einnahmen stabil bleiben. Das war nicht immer so: In den Jahren vor 2014 lag die Gewerbesteuer gut und gerne mal bei bescheidenen 20 Millionen Euro, heute sind Gewerbesteuereinnahmen von über 60 Millionen Euro jährlich mittlerweile die Regel. Hier machte es sich die Opposition in der Vergangenheit gerne ganz einfach und meinte, die positive Entwicklung unter unserer schwarz-grünen Mehrheit als glücklichen Zufall und Folge der konjunkturellen Großwetterlage abtun zu können. Doch jetzt – in Zeiten von sinkendem Wirtschaftswachstum – verstummen diese Unkenrufe. Denn unsere Gewerbesteuereinnahmen bleiben trotz allem stabil! Das ist neben der hervorragenden Leistung Hürther Unternehmen auch der Verdienst der wirtschaftspolitischen Entscheidungen der politischen Mehrheit und der Verwaltung unter ihrem Chef Dirk Breuer.

In Zeiten, in denen die Pflichtaufgaben der Kommunen immer mehr und immer teurer werden, sehen wir uns darin bestätigt, wie richtig und wichtig es war und ist, auch den Mut zu unpopulären finanzpolitischen Entscheidungen zu haben: Mehr als einmal meinte die Opposition in Zeiten sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen, uns zu einer Ausweitung der freiwilligen Aufgaben verführen zu können! Nein, wir sind dieser Versuchung nicht erlegen! Aus Verantwortung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in unserer Stadt!

Das ermöglicht uns in einem Land, in dem alles teurer wird, unseren bescheidenen Beitrag zu leisten, die Menschen hier vor Ort nicht zusätzlich zu belasten. Was bedeutet das konkret? Ganz einfach! Keine Steuererhöhung. Punkt.

Was sich zunächst unspektakulär anhört, ist aber angesichts der Zahlen, die uns der Planentwurf prognostiziert, keine Selbstverständlichkeit.

In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten belasten wir die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich. Die solide Finanzlage, die wir dank einer hohen Rücklage aus den Vorjahren besitzen, erlaubt es uns, ausgewogen zu handeln – Investitionen zu tätigen, Sozialleistungen zu sichern und gleichzeitig die Steuerlast unverändert zu lassen.

Diesen Ansatz finde ich sehr konkret – und steht damit der „Konzepterietis“, unter der die Ansätze der Opposition kranken, diametral entgegen.

Konkrete Entlastung, statt Beschäftigungstherapie für die Verwaltung, die die Arbeitseffektivität lähmt und Arbeitsprozesse in Ketten legt. Verwaltungsabläufe leiden ohnehin schon genug unter den Fesseln, in die sie die Deutsche Bürokratie legt – da braucht’s keine weiteren Konzepte für Priorisierung, Digitalisierung oder Verkehrssicherheit.

Bitte verstehen Sie mich richtig: Es braucht Priorisierung, Digitalisierung und Verkehrssicherheit. Dafür stehen wir. Und da unterscheiden wir uns auch nicht von den anderen Fraktionen. Was es aber nicht braucht, sind ewige Diskussionen um die Erstellung von Konzepten. Wir sind der Überzeugung: Machen ist krasser als Reden. So sind die Wege zu Priorisierung von Investitionen, zu mehr Digitalisierung und zu mehr Verkehrssicherheit, offensichtlich grundverschieden.

Ich will das an ein zwei Beispielen deutlich machen: Zunächst zum Wunsch nach mehr Priorisierung.

Das, was wir gerade machen, nennen wir Haushaltsplanung. Das machen Kommunen, landauf, landab, wenn sie nicht gerade unter dem Joch des Haushaltssicherungskonzepts stehen. Wir schauen dabei, was die Stadt einnimmt, und was die Stadt ausgeben soll. Soweit, so einfach. Häufig tritt jedoch der Fall ein, dass die Kosten für die Wünsche, die wir haben, höher sind, als die Summe der Einnahmen, die uns zur Verfügung stehen. Was können wir also tun? In der Regel legt die Verwaltung einen Vorschlag vor, welche Wünsche wir den Menschen zuerst erfüllen sollten. Hierüber streiten wir. Das nennen wir Politik. Aber am Ende ist eines sicher: Am Ende muss eine Abstimmung darüber her, was wir zuerst anpacken, und welche Maßnahmen noch etwas warten müssen. Das nennen wir Demokratie. Und wenn nun einige Maßnahmen im Haushalt 2026 Platz finden, andere aber erst in den Jahren 2027 bis 2029, und wiederum andere noch etwas später, dann nennen wir das mittelfristige Finanzplanung – und das ganze ist nichts anderes als eine Priorisierung bzw. Periodisierung, für die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Antrag Geld fordern.

Priorisierung ist gut. Kehrseite einer jeden Priorisierung ist jedoch, dass es Maßnahmen gibt, die schneller, andere weniger schnell erledigt werden sollen. Und richtig blöd ist es, wenn dann einige Maßnahmen – zumindest vorübergehend – aus der mittelfristigen Finanzplanung rausfallen.

So jetzt passiert bei der Bodelschwinghschule, für die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD-Fraktion, nun Mittel von über 2 Millionen Euro forderten, einfach mal so, ohne seriös kalkuliert oder nach kostengünstigeren Lösungen gesucht zu haben! Klar ist: Die Bodelschwinghschule braucht eine bessere räumliche Situation für die Mittagsverpflegung. Auch hier sind wir uns wieder einig. In Anbetracht des riesigen Investitionsstaus, den Sie, liebe SPD, uns 2014 hinterlassen hatten, und der großen Betroffenheit durch Flut und Starkregen sind jetzt (immer noch) zunächst andere Schulen dran.  Schulen, an denen uns Investitionserforderniss und vor allem die Dringlichkeit zu investieren, noch größer ist, weil es den Schulraum und damit die primäre Aufgabe von Schule betrifft: Die Bildung. Und hier haben wir den Grundschulstandorten in Fischenich und Gleuel sowie dem Bau eines Oberstufenzentrums am ASG den Vorzug gegeben, weil Schulraum dort knapp ist, an der Bodelschwinghschule dagegen nicht.

Richtig ist aber auch: Schulen gegeneinander ausspielen gilt nicht, alle haben ihre berechtigten Anliegen, die Lehrerinnen und Lehrer, Kinder und Eltern wären keine gute Schulgemeinschaft, wenn sie nicht immer wieder für die besten Bedingungen an ihrem Schulstandort werben würden.

Ich räume ein: Sie wären eine schwache Opposition, würden Sie nicht die Chance wittern, sich bei der Schulgemeinde beliebt machen zu können, indem Sie reflexartig Baumaßnahmen in großem Stil und am besten ab morgen fordern. Wie ernst Sie Ihre Verantwortung für den Haushalt und damit für die Mittel nehmen, die uns unsere Bürgerinnen und Bürger anvertrauen – davon konnten wir uns im letzten Finanzausschuss überzeugen: Da haben wir Sie aufgefordert, klare Kante zu zeigen und gefragt, welche Maßnahmen Sie denn herunterpriorisieren wollen, um die von Ihnen geforderten 2 Millionen für die Bodelschwinghschule kurzfristig aufzubringen! Da blieben sie uns allen eine Antwort schuldig. Da waren Sie auf einmal wortkarg und still!

Doch während Sie im Finanzausschuss schweigen, tönen dann umso lauter in den sozialen Medien. Hier schreiben Sie, Zitat: „Gestrichene Mensa, keine neue Sporthalle, keine Perspektive für den Schulstandort Gleuel.“ Die Rückfrage sei mir gestattet: Ist das eine Forderung von Ihnen – oder ein Vorwurf an die Verwaltung? Sollte das ein Vorwurf an die Verwaltung sein, möchte ich hiermit ein für alle Mal klarstellen: Das ist falsch, völlig unbegründet, entbehrt jeder Grundlage. Hier betreiben Sie billigste Desinformation und bedienen sich Fake News. Wer das macht, bedient sich der Methoden von Populisten!

Zurück zu Sache, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Wir stehen zur Brüder-Grimm-Schule, wir stehen zum Sporthallenneubau- und -sanierungskonzept, wir stehen zur Mensa an der Realschule. Und seien Sie sich gewiss: Am liebsten würden auch wir alles auf einmal umsetzen. Doch die Gründe, die uns daran hindern, sind vielfältig. Geld ist dabei nur ein Problem, fehlendes Personal das andere. Um diesem Mangel zu begegnen, gründeten wir im vergangenen Jahr eine Hochbaugesellschaft, die die Planungsprozesse für die Stadtverwaltung beschleunigen soll. Doch mit Ihrer fehlenden Zustimmung machten Sie auch hier mehr als deutlich, dass Ihnen jeglicher Wille zur konstruktiven Mitgestaltung fehlt.

Mit der Hochbaugesellschaft zünden wir den Maßnahmenturbo für unsere öffentlichen Gebäude – für schnellere Planung und Umsetzung von Schulen, Kitas, Feuerwehr und öffentlichen Gebäuden. Wir stehen für Machen statt Warten. Für Lösungen statt Ausreden.

Berechtigte Zwischenfrage: Was bedeutet das nun für die Bodelschwinghschule? Erst heute haben wir einen Antrag zum nächsten Planungsausschuss eingereicht, der die Verwaltung dazu auffordert, konkrete Maßnahmen zu prüfen, die bestenfalls noch in diesem Jahr die Situation der Mittagsverpflegung vor Ort verbessert. Das ist besser als irgendeine Zahl in der mittelfristigen Finanzplanung, weil wir direkt vor Ort etwas anpacken, statt lange drumherum zu reden.

Ich hatte Ihnen zwei Beispiele versprochen: Kommen wir noch zur Verkehrssicherheit.

Auch hier gilt für uns: Konkret geht vor Konzept.

Sie werfen uns vor, in der Vergangenheit zu wenig für den Radverkehr in Hürth getan zu haben. Die Erstellung von neuen Fahrradwegen wie bspw. entlang der Linie 18 zwischen Hermülheim und Fischenich, sowie die Einführung von Fahrradstraßen in Efferen und Hermülheim sprechen eine andere Sprache. Nun mögen Attribute wie „wenig“ oder „viel“ auch immer im Auge des Betrachters liegen – ganz im Gegenteil zu „kein“: Mir zumindest ist KEIN einziger SPD-Antrag aus den letzten fünf Jahren bekannt, der sich mit dem Thema Radverkehr beschäftigt. KEIN Antrag. SO wichtig ist Ihnen dieses Thema also. Selbst unser Angebot, im Rahmen der Wirtschaftsplanberatungen der Stadtwerke, konkrete Streckenzüge zu benennen, die angepackt werden sollten, blieb ohne Reaktion.

Und: Durch kein Konzept der Welt fährt ein Auto langsamer, kommt ein Kind sicherer zu Schule. Hürth braucht kein Verkehrssicherheitskonzept. Was Kinder brauchen, um sicherer zur Schule zu kommen, sind Autofahrerinnen und -fahrer, die Rücksicht nehmen auf unsere Kleinesten. Dabei reicht es zumeist, wenn sich Autofahrerinnen und -fahrer an die geltenden Verkehrsregeln hielten. So einfach es klingt: Tempo 30 ist Tempo 30, ein Fußgängerüberweg ist ein Fußgängerüberweg, und eine rote Ampel ist eine rote Ampel. Da braucht es auch keine weiteren Piktogramme auf der Straße, keine zusätzlichen Schilder. Da braucht es Menschen, die sich an die vereinbarten Regeln halten und Rücksicht nehmen.

Wir erleben Schulleitungen, die unermüdlich sind, Verhaltensregeln für den Verkehr rund um die Schulstandorte anzuregen und umzusetzen, wir erleben viele Eltern, die sich daran halten, und damit eine Haltung für mehr Sicherheit für die Kinder einnehmen. Wir erleben allerdings auch immer wieder Schulleitungen, die uns verzweifelt berichten, dass es insbesondere vereinzelte Eltern gibt, die sich rücksichtslos im Straßenverkehr verhalten, indem sie Fußgängerüberwege zuparken, Vorfahrtsregeln vor der Schule missachten, aus Zeitnot am frühen Morgen willkürlich einander überholen, in Stichstraßen einfahren, die dem Lehrpersonal vorbehalten sein sollten. Welches Konzept soll da bitte greifen? Wer bitte soll hier Abhilfe schaffen?

Wir sind froh, dass wir 22 Ratsmitglieder und 9 Ortsvorsteher vor Ort haben, die die Probleme, die es gibt, kennen, die im Austausch mit den Menschen konstruktive Lösungen erarbeiten, die die Verwaltung umsetzt. So zuletzt geschehen in Efferen, als schon lange vor dem Abschluss der Beratungen der Steuerungsgruppe erste Maßnahmen wie die Einbahnregelungen rund um den Schulstandort vorgeschlagen, beraten, beschlossen und umgesetzt wurden. Das ist konkret, das hilft, das führt zu mehr Verkehrssicherheit. Weitere Vorschläge sind herzlich willkommen.

Neben vielen „alten Kamellen“, die wir in der diesjährigen Haushaltsdebatte kurz vor Karneval „kauen“ mussten, gab es zur Abwechslung aber auch einmal was Neues. Warf ich den Kolleginnen und Kollegen der SPD in der Vergangenheit häufig vor, wie Prinz Karneval durch die Straßen zu ziehen und Geschenke wie Kamelle zu verteilen, die Sie aber gar nicht bezahlen können, täuschen Sie in diesem Jahr erstmals überhaupt den Versuch vor, Beiträge zur Gegenfinanzierung vorzuschlagen.

Ein Beispiel: Die Einführung eines Konzepts – endlich mal ein Konzept – die Einführung eines Konzepts zur interkommunalen Zusammenarbeit, das mittelfristig 150.000 Euro bis 300.000 Euro bringen solle.

Hierzu zwei Anmerkungen: Tatsächlich Es gibt bereits viel interkommunale Zusammenarbeit. IT-Fachverfahren und Software-Lizenzen werden im Verband der KDVZ abgewickelt und beschafft, die Beschaffung von Energie wurde erst kürzlich interkommunal im Rhein-Erft-Kreis abgestimmt, zur Qualifizierung von Personal gibt es das gemeinsame Rheinische Studieninstitut. Wo genau nun künftig weitere 300.000 Euro durch Zusammenarbeit eingespart werden sollen, bleibt völlig unklar.

Genauso wie durch ein Konzept zur Digitalisierung, das ebenso bis zu 300.000 Euro durch Einsparungen bei Papier und Porto bringen soll – jedoch völlig unkonkret ist, auf welcher Grundlage Sie die Rechnung erstellt haben.

Zwei Beispiele für zwei ungedeckte Schecks, die zur Haushaltskonsolidierung vorgelegt werden, deren Beträge jedoch nicht belastbar sind. Das ist für uns eine Vereinfachung der Probleme, das ist für uns die plakative Darstellung komplexer Sachverhalte.

Selbst wenn am Ende des Tages eine Bettensteuer kommt, deren Effektivität gemessen am zu erwartenden Aufwand jetzt durch die Verwaltung geprüft wird, würde das die Beschlüsse, die von Ihnen beantragt worden sind, nicht gegenfinanzieren.

Neben der „Konzepterietis“ und dem fehlenden Konsolidierungswillen zieht sich auch das Thema Wohnraum durch Anträge der Sozialdemokraten zum Haushalt. Inkonsequenz kann man Ihnen also nicht vorwerfen, war das Thema doch bereits Headliner ihrer Wahlkämpfe in den Jahren 2014, 2015, 2020 und 2025 – für das Sie im Übrigen nie die erforderliche Ratsmehrheit erhalten haben, im Gegenteil: Mit dem Schwerpunktthema Wohnraum haben Sie bei der vergangenen Kommunalwahl das schlechteste Wahlergebnis Ihrer Partei seit 1945 erzielt. Das ist nicht nur bitter, sondern zeugt auch von der größtmöglichen Ignoranz des Wählerwillens, den Sie mit dem Thema Wohnraum nicht für sich gewinnen konnten.

Das heißt nicht, dass teurer und fehlender Wohnraum kein Thema für die Hürtherinnen und Hürther ist. Im Gegenteil. Es ist völlig richtig, was Sie ansprechen: Wohnraum ist teuer, Wohnrum ist knapp. Aber die Menschen in Hürth lassen sich nicht für blöd verkaufen, die Menschen in Hürth wissen, dass das Bundesbauministerium seit 2013 (mit einer kurzen Ausnahme) von der SPD geführt wird, die offensichtlich keine nachhaltigen Lösungen gefunden hat, bauen und wohnen in Deutschland günstiger zu machen. Und Sie glauben, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPD, dass wir in Hürth die Rahmenbedingungen für günstiges Wohnen alleine schaffen, was dem Ministerium in Berlin seit über zehn Jahren nicht gelingt. Die Hürther Bevölkerung hat es Ihnen jedenfalls nicht abgekauft. Und wir tun es im Übrigen auch nicht.

Oder anders gefragt: Dem Wunsch nach Gründung einer eigenen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die es im Übrigen mit der GWG Rhein-Erft bereits gibt, geht die völlige Fehleinschätzung voraus, dass die Kosten für das Bauen und damit in letzter Konsequenz auch der Wohnraum günstiger würden. Na, die Logik muss mir mal jemand erklären. Sie konnten es bisher jedenfalls nicht.

Was Mieterinnen und Mietern sowie Eigentümerinnen und Eigentümern aber wirklich zu Gute kommt, ist eine niedrige Grundsteuer – und die ist irgendwann dann nicht mehr möglich, wenn sich Ihr fehlender Konsolidierungswille durchsetzt.

Hierzu zählt auch die Schulsozialarbeit, die richtig und wichtig ist – unserer Meinung nach jedoch zu den wichtigen pädagogischen Aufgaben gehört, die in Verantwortung des Landes und nicht der Kommunen gehört. Dennoch leisten wir sie uns in einem Maße, das wir bezahlen können. Um die Effektivität zu steigern, setzen wir in den letzten Jahren zunehmend auf die Durchführung der Schulsozialarbeit durch freie Träger. Wenn Sie nun in demselben Facebook-Post den, ich eben bereits zitierte, behaupten, die Verwaltung streiche Schulsozialarbeiterstellen, ist das zu kurz gegriffen und geht an der Realität vorbei. Spielen Sie nicht mit dem Feuer, liebe SPD!

Machen Sie lieber einmal etwas Schlaues und stimmen Sie dem Haushalt zu. Das sie einen Großteil Ihrer Anträge zurückgezogen haben, wir gemeinsam einen anderen Teil Ihrer Anträge an die zuständigen Fachausschüsse verwiesen haben, wäre das zumindest ein konsequentes Abstimmungsverhalten.

Aber auch im Fastelovend ist nicht immer alles logisch, nicht immer alles verständlich, das meiste ist lustig. Soweit die Parallelen. Der Karneval hilft uns, den Alltag eine Zeit lang hinter sich zu lassen und gemeinsam zu feiern.

Wenn aber nach den tollen Tagen der Alltag zurückgehrt, sollte das Gemeinsame bleiben. Gemeinsam für Hürth. Machen wir heute den Anfang und stimmen gemeinsam dem Haushalt zu, der die Menschen nicht mehr belastet, den Handlungsspielraum auf Zukunft hin erhält und viele freiwillige Leistungen möglich macht.

Unser Dank gilt Bürgermeister Dirk Breuer an der Spitze, Kämmerer Marco Dederichs und seinem Team der Kämmerei sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die in dieser außergewöhnlichen Zeit einen außergewöhnlich guten Job gemacht haben – in Hürth für Hürth.

Sozial gestaffelte Elternfinanzierung für iPads an Hürther Schulen beschlossen

Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat den Weg für eine neue Form der digitalen Ausstattung an den weiterführenden Schulen in Hürth freigemacht. In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium mit den Stimmen von CDU und Grünen die Einführung einer sozial gestaffelten Elternfinanzierung für iPads in der Jahrgangsstufe 9. Das Modell soll ab dem Schuljahr 2026/2027 greifen.

Kern des Konzepts ist, dass Eltern die Geräte grundsätzlich selbst anschaffen, dabei aber von Zuschüssen der Stadt profitieren. Je nach Einkommens- und Familiensituation übernimmt die Stadt Hürth zwischen 50 und 100 Prozent der Kosten.

Die Idee wurde auf Initiative der CDU-Fraktion entwickelt und gemeinsam mit dem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen weiter ausgestaltet. „Digitale Bildung darf keine soziale Frage sein“, sagte Ulrich Klugius, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Mit dem nun beschlossenen Modell werde sichergestellt, dass auch Kinder aus kinderreichen oder einkommensschwächeren Familien ein eigenes Endgerät erhalten können.

„Hier hat die Verwaltung einen ausgewogenen Vorschlag entwickelt, der auf Vorschlag von CDU und Grünen noch einmal ausdifferenziert wurde“, ergänzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski. „Schade, dass sich SPD und Linke diesen Unterstützungsmöglichkeiten nicht anschließen konnten, um die flächendeckende Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten ab der Klasse 9 zu realisieren.“

Dass CDU und Grüne das Modell der Förderung eigener Geräte gezielt ab der Jahrgangsstufe 9 gefordert hatten, folgt der Überzeugung, dass digitale Bildung nicht mit dem Unterricht endet. „Eigene Geräte ermöglichen auch die private Anwendung in der Freizeit sowie die Nutzung während der Berufsausbildung“, so Burzinski.

Georg Fabian, sachkundiger Bürger der CDU im Schulausschuss, unterstützt diesen Vorstoß: „Nach der schulischen Bildung ist der Übergang von der Schule in die Ausbildung ein entscheidender Moment. Wenn junge Menschen dann bereits mit einem eigenen digitalen Endgerät arbeiten können, ist das ein klarer Vorteil.“

Mit dem Beschluss des Ausschusses ist die Einführung des Modells jedoch noch nicht automatisch an allen Schulen gesetzt. Nun liegt es an den weiterführenden Schulen selbst, in ihren Schulkonferenzen zu entscheiden, ob sie die 1:1-Ausstattung über die Elternfinanzierung zum kommenden Schuljahr einführen wollen. Schulen, die sich zunächst gegen eine Einführung entscheiden, werden weiterhin gemäß Medienentwicklungsplan ausgestattet: Die Stadt stellt dort digitale Endgeräte im Verhältnis eins zu zwei zur Verfügung, also ein Gerät für jeweils zwei Schülerinnen oder Schüler, so wie es auch in den Klassenstufen 5 bis 8 der Fall ist. Hierfür hatten sich CDU und Grüne ebenfalls stark gemacht.

Die Stadtverwaltung wird die Schulen über die Rahmenbedingungen informieren und die organisatorische Umsetzung vorbereiten. Die Eltern sollen die Geräte im Rahmen eines zentralen Bestellverfahrens erwerben können.

Die Klassen in den Hürther Grundschulen sollen auch im kommenden Schuljahr überschaubar bleiben. Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat beschlossen, die Größe der Schuleingangsklassen im Schuljahr 2026/2027 auf maximal 25 Kinder zu begrenzen. Der Beschluss fand die volle Unterstützung von CDU und Grünen.

„Dass wir dem einhelligen Wunsch aller Schulleitungen folgen können, ist ein wichtiges Signal für gute Lernbedingungen“, sagte Bjørn Burzinski, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Hürth. Die Begrenzung der Klassenstärke sei eine bewusste Entscheidung zugunsten der Kinder und der Arbeit an den Schulen.

Auch Ulrich Klugius, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, begrüßt den Beschluss. „Gerade in den ersten Schuljahren profitieren Kinder davon, wenn Lehrkräfte mehr Zeit für jedes einzelne Kind haben“, sagte Klugius. Kleinere Klassen erleichterten individuelle Förderung und sorgten für mehr Ruhe im Unterricht. „Mit unseren Investitionsprogrammen in den vergangenen Jahren und der Gründung der neuen Grundschule im Zentrum haben wir die notwendigen räumlichen Bedingungen geschaffen, die Klassengröße, die das Schulgesetz vorschreibt, weit zu unterbieten und bessere Lernbedingungen zu schaffen“, ergänzt Klugius.

Rechtlich wären in Nordrhein-Westfalen Klassen mit bis zu 29 Schülerinnen und Schülern möglich. Die Hürther Schulen hatten jedoch geschlossen darum gebeten, die Klassenstärken erneut zu begrenzen. Hintergrund sind unter anderem steigender Förder- und Sprachbedarf sowie zunehmend heterogene Lerngruppen.

Die Regelung gilt einheitlich für alle Grundschulen im Stadtgebiet und ausschließlich für das Schuljahr 2026/2027. Sie steht im Einklang mit der gesamtstädtischen Schulentwicklungsplanung und berücksichtigt sowohl pädagogische als auch räumliche Voraussetzungen an den einzelnen Standorten.

Mit dem Beschluss unterstreicht die Stadt Hürth ihren Anspruch, trotz wachsender Herausforderungen gute Rahmenbedingungen für den Schulstart zu schaffen.