CDU Hürth würdigt Musikschule als unverzichtbaren Bildungs- und Kulturträger

„Die Musikschule Hürth ist weit mehr als ein Ort des Instrumentalunterrichts – sie ist ein zentraler Bestandteil der kulturellen Bildungslandschaft unserer Stadt und ein lebendiger Treffpunkt für Menschen aller Generationen. Mit ihrem breit gefächerten Angebot, ihrem hohen pädagogischen Anspruch und ihrem starken Engagement für die musikalische Nachwuchsförderung leistet sie einen unschätzbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hürth“, würdigt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Hürth, Thomas Klug, die Arbeit der Josef-Metternich-Musikschule.

Unter der engagierten Leitung von Michael Schumacher hat sich die Musikschule Hürth kontinuierlich weiterentwickelt und ihr Profil als moderne, leistungsfähige Bildungseinrichtung geschärft. Sein Einsatz für Qualität, Innovation und Zugänglichkeit spiegelt sich in einem vielfältigen Unterrichtsangebot wider, das sowohl klassische als auch zeitgemäße musikalische Ausdrucksformen umfasst.

Die Musikschule bietet ein breit gefächertes Angebot für alle Altersgruppen – vom „Musikgarten“ und der Musikalischen Früherziehung über Instrumentenkarussell und Schulkooperationen bis hin zu Instrumental-, Gesangs- sowie Pop-, Rock- und Jazzunterricht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ensemblearbeit mit rund 15 Orchestern, Bands, Chören und Formationen wie dem „Collegium musicum“, dem Jugendsinfonieensemble oder der Brass Band. Gemeinsames Musizieren ist zentraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts und stärkt neben musikalischen Fähigkeiten auch Teamgeist und soziale Kompetenzen. Durch Kooperationen mit Schulen und Kitas sowie niedrigschwellige Angebote werden Kinder und Jugendliche frühzeitig und gezielt gefördert.

Wie wichtig die Musikschule für Hürth und die CDU ist, zeigt auch die aktuelle Entscheidung zur Sicherung des Harfenunterrichts. Mit der Freigabe der Mittel für die Anschaffung einer neuen Konzertharfe wird ein etabliertes und stark nachgefragtes Angebot langfristig erhalten. „Mit der Freigabe der Mittel stellen wir sicher, dass der Harfenunterricht an der Musikschule Hürth erhalten bleibt. Das ist ein wichtiges Signal für die kulturelle Bildung in unserer Stadt“, erklärt Thomas Klug.

Die vorliegenden Zahlen unterstreichen die Bedeutung dieses Angebots: 22 Schülerinnen und Schüler nehmen aktuell am Harfenunterricht teil, der zudem einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag zu.

„Die Musikschule verbindet kulturelle Bildung mit wirtschaftlicher Vernunft. Angebote wie der Harfenunterricht zeigen, dass Qualität und Nachfrage Hand in Hand gehen. Es ist richtig, dieses erfolgreiche Angebot dauerhaft zu sichern und gleichzeitig mit einer moderaten Nutzungsgebühr verantwortungsvoll zu finanzieren“, ergänzt das CDU-Ratsmitglied Marco Jansen.

Die CDU macht sich stark für die Musikschule. Sie bleibt damit ein Ort, an dem musikalische Talente wachsen, Gemeinschaft entsteht und kulturelle Bildung lebendig gelebt wird – heute und in Zukunft.

Mehr Chancen für vielfältige Kulturprojekte

„Mit der Neufassung der Kulturförderrichtlinien schaffen wir eine moderne und gerechte Grundlage für die Förderung unserer vielfältigen Kulturlandschaft in Hürth. Gerade kleinere Initiativen und neue Projekte erhalten so bessere Chancen auf Unterstützung“, erklärt Hans-Josef Lang, Vorsitzender des Kulturausschusses.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth begrüßt die beschlossene Reform der Kulturförderrichtlinien ausdrücklich. Ziel der Neuregelung ist die effiziente, transparente und gerechte Förderung kultureller Projekte.

In Zukunft fördert die Stadt mit Festbeträgen, um die Qualität und die kulturelle Bedeutung von kulturellen Projekten in den Vordergrund zu stellen. Bisher war es üblich, finanzielle Defizite auszugleichen, was zunehmend auf Kritik stieß.

Durch die Umstellung auf eine Zuschussförderung sollen künftig mehr Projekte erreicht und die vorhandenen Mittel gezielter eingesetzt werden. Eine Auswertung der vergangenen Jahre hatte gezeigt, dass durch das bisherige Verfahren die bereitgestellten Fördermittel bislang nicht vollständig ausgeschöpft und nur wenige Projekte von der Förderung profitierten.

„Wir wollen, dass kulturelle Ideen nicht an finanziellen Hürden scheitern. Die neue Förderstruktur setzt genau hier an: Sie erleichtert den Zugang zu Fördermitteln und sorgt gleichzeitig für eine effizientere Verwendung öffentlicher Gelder“, betont das CDU-Ratsmitglied Marco Jansen.

Darüber hinaus sieht die Neufassung vor, die Projektfördermittel moderat anzupassen. Ein Teil der Mittel wird künftig zur Stärkung der Brauchtumspflege – insbesondere für Karnevalszüge – eingesetzt. Damit wird die wichtige Rolle des Brauchtums für das gesellschaftliche Leben in Hürth zusätzlich gewürdigt.

„Die CDU steht für eine starke, lebendige Kulturszene in Hürth. Mit der jetzt beschlossenen Reform setzen wir einen wichtigen Impuls für mehr Vielfalt, Innovation und Teilhabe im kulturellen Bereich“, so Hans-Josef Lang abschließend.

Die neuen Kulturförderrichtlinien sollen zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.

CDU Hürth zieht positive Bilanz aus Quartalsbericht

„Das Familienbad ‚De Bütt‘ ist für viele Hürtherinnen und Hürther ein zentraler Ort für Freizeit, Sport und Bildung. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Angebot gut angenommen wird und wirtschaftlich solide geführt wird“, erklärt der CDU-Sprecher im Bäderausschuss, Sebastian Horst.

„Die Stadt lässt sich das Familienbad einiges kosten. Deshalb freut es uns umso mehr, dass zuletzt steigende Besucherzahlen zu höheren Einnahmen führten, die das Defizit verringern“, ergänzt CDU-Ratsmitglied Thomas Schmitz.

Auch in weiteren Bereichen konnten positive Effekte erzielt werden, etwa durch zusätzliche Einnahmen aus dem Verkauf von Badeartikeln oder durch Nachberechnungen bei Vermietungen.
„Die Kombination aus steigenden Besucherzahlen und konsequenter Kostenkontrolle zeigt, dass das Bad gut aufgestellt ist. Besonders erfreulich ist, dass die geplanten Erlöse erreicht und teilweise sogar übertroffen werden konnten“, so CDU-Ratsmitglied Dirk Schüller.

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt der Betrieb eines kommunalen Bades eine finanzielle Herausforderung. Für das Jahr 2025 wird derzeit ein Gesamtverlust von rund 2,22 Millionen Euro prognostiziert. Dieser liegt jedoch deutlich unter dem ursprünglich geplanten Defizit von rund 2,7 Millionen Euro.

Die CDU-Fraktion betont, dass das Familienbad weit mehr ist als ein wirtschaftlicher Betrieb. Neben dem Freizeitangebot erfüllt es wichtige Aufgaben für den Schul- und Vereinssport sowie für die Schwimmausbildung.

„Ein kommunales Bad lässt sich nicht allein an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge. Gerade für Kinder ist die Schwimmausbildung unverzichtbar – und dafür brauchen wir eine leistungsfähige Infrastruktur“, erklärt Schüller.

Die CDU Hürth wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, das Familienbad „De Bütt“ als attraktiven und leistungsfähigen Standort zu erhalten und gleichzeitig auf eine verantwortungsvolle wirtschaftliche Entwicklung zu achten.

„Unser Ziel ist es, das Bad langfristig zu sichern und gleichzeitig möglichst effizient zu betreiben. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Thomas Schmitz abschließend.

CDU Hürth würdigt Engagement der Medien- und Kulturkirche St. Mariä Geburt

„Die Medien- und Kulturkirche St. Mariä Geburt ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich kirchliche Räume zu offenen Orten für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft weiterentwickeln können. Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, erklärt der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Bäderbetrieb, Hans-Josef Lang.

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Bäderbetrieb hat die Katholische Kirchengemeinde Hürth das Projekt „Medienkirche“ in St. Mariä Geburt vorgestellt. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth zeigt sich beeindruckt vom Engagement und der kreativen Verbindung von Kirche, Kultur und moderner Medientechnik.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Weiterentwicklung des Kirchenraums in Hürth-Efferen zu einem offenen Ort für Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und künstlerische Formate. Die Medien- und Kulturkirche verbindet dabei bewusst unterschiedliche Ausdrucksformen wie Musik, Theater und visuelle Kunst miteinander und schafft so neue Zugänge zu Kultur im Quartier.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Kulturformat „Klangszenenbild“, das verschiedene künstlerische Disziplinen miteinander verbindet und regelmäßig Veranstaltungen ermöglicht. Ziel ist es, Kultur im Quartier zu fördern und den Kirchenraum für kreative Formate zu öffnen.

Die Entwicklung der Medienkirche geht maßgeblich auf ehrenamtliches Engagement zurück. Bereits seit mehreren Jahren gestaltet ein engagiertes Technik-Team Gottesdienste medial und hat insbesondere während der Corona-Pandemie digitale Formate etabliert. Mit der Renovierung der Kirche im Jahr 2022 und der technischen Modernisierung wurde die Grundlage für die heutige Nutzung als Medien- und Kulturkirche geschaffen.

CDU-Ratsmitglied Marco Jansen, der das Projekt „Klangszenenbild“ maßgeblich mitgestaltet, betont: „Mich beeindruckt besonders, wie hier aus einer guten Idee durch großes ehrenamtliches Engagement und moderne Medientechnik ein lebendiger, generationenübergreifender Kulturort entstanden ist. Die Offenheit der Verantwortlichen bei Katholisch in Hürth hat es möglich gemacht, den Kirchraum neu zu denken und für ganz unterschiedliche Formate zu öffnen. Vom Kindergartenkind bis zu Seniorinnen und Senioren finden hier Menschen aller Altersgruppen Angebote, die sie ansprechen und zusammenbringen. Ob Puppentheater, innovative Klangformate oder Kölschrock-Konzert – dieses Miteinander von Ehrenamt, Kreativität und Technik stärkt den Zusammenhalt im Quartier und ist ein echter Gewinn für ganz Hürth.“

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie eng Politik, Kultur und bürgerschaftliches Engagement in Hürth miteinander verzahnt sind.

Die CDU-Fraktion sieht in der Medien- und Kulturkirche einen wichtigen Baustein für das kulturelle Leben in Hürth. Das Projekt zeige beispielhaft, wie durch Kooperation, Innovation und bürgerschaftliches Engagement neue Impulse für die Stadtgesellschaft entstehen können.

„Besonders hervorzuheben ist das große ehrenamtliche Engagement, das dieses Projekt trägt. Hier wird mit viel Herzblut ein Ort geschaffen, der Menschen zusammenbringt und kulturelle Teilhabe ermöglicht“, ergänzt Hans-Josef Lang.

Die CDU Hürth spricht der Katholischen Kirchengemeinde sowie allen, die sich im Ehrenamt für diese Projekt engagieren, ihren Dank aus und begrüßt die Weiterentwicklung des Angebots in den kommenden Jahren.

Auch der Blick auf die Kulturkirche im Stadtteil Hürth-Gleuel, die sich bereits in einem früheren Ausschuss vorgestellt hat, unterstreicht diese positive Entwicklung. Die Evangelische Gemeinde, organisiert über Evangelisch in Hürth, hat dort ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Lesungen und Ausstellungen etabliert und die Kirche zu einem offenen Ort der Begegnung weiterentwickelt. Damit wird deutlich, dass unterschiedliche kirchliche Träger in Hürth erfolgreich neue Wege gehen, um Kultur, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement miteinander zu verbinden. Die CDU-Fraktion würdigt ausdrücklich auch dieses Engagement, das – ebenso wie die Medien- und Kulturkirche in St. Mariä Geburt – einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hürth leistet.

„Wer frühzeitig an das Wasser herangeführt wird, gewinnt Sicherheit, Selbstvertrauen und im besten Fall lebensrettende Fähigkeiten“, erklärt Hans-Josef Lang, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Bäder. „Deshalb hat sich die CDU-Fraktion früh dafür eingesetzt, entsprechende Angebote für Kinder einzuführen.“

Im Rahmen einer Kooperation mit der Kita „Farbkleckse“ wurden nun zwei Kurse zur Wassergewöhnung im Familienbad „De Bütt“ erfolgreich durchgeführt. Die Angebote richteten sich an Kinder im Vorschulalter und dienten der frühzeitigen Förderung von Wassersicherheit sowie dem Aufbau grundlegender schwimmerischer Kompetenzen.

Die CDU-Fraktion Hürth sieht in der Umsetzung dieser Kurse einen wichtigen Erfolg ihrer politischen Initiative. Bereits mit ihrem Antrag aus Januar 2025 hatte sie die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, wie Angebote zur Wassergewöhnung für Vorschulkinder geschaffen und ausgebaut werden können – und gleichzeitig 5.000 Euro für diesen Projekt in den Haushalt eingestellt. Hintergrund war die Statistik „Runder Tisch – schwimmen lernen“ aus April 2024, nach der rund 9 Prozent der Hürther Grundschulkinder in der vierten Klasse nicht schwimmen können.

„Diese Zahl zeigt deutlich, dass wir früher ansetzen müssen“, betont das CDU-Ratsmitglied Heinz-Werner Kriesch. „Wassergewöhnung im Kindergartenalter ist ein entscheidender Baustein, um Kindern Sicherheit im Wasser zu geben und ihnen den späteren Schwimmunterricht zu erleichtern.“ Deshalb hatte die CDU-Fraktion darauf hingewiesen, dass eine frühe Wassergewöhnung ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Schwimmfähigkeit ist. Gleichzeitig wurde angeregt, die Eltern durch geeignete Angebote zu unterstützen und Kooperationen mit weiteren Trägern zu prüfen, um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen.

Die ersten Kurse im Familienbad „De Bütt“ zeigen, dass dieser Ansatz richtig ist. Die Zusammenarbeit zwischen der Kita „Farbkleckse“ und dem Badbetrieb ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Engagement frühkindliche Bildung und Prävention gestärkt werden können.

Über die konkrete Durchführung, den Ablauf sowie die Resonanz der Maßnahme hat die Leitung der Kindertagesstätte in der zurückliegenden Sitzung berichten. Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, das Angebot weiterzuentwickeln und möglichst vielen Kindern zugänglich zu machen.

„Unser Ziel ist klar: Jedes Kind in Hürth soll die Chance haben, schwimmen zu lernen“, so Hans-Josef Lang abschließend. „Die jetzt gestarteten Kurse sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Hans-Josef Lang, Carina Dreyer (Kita-Leitung „Farbklekse“) und Heinz-Werner Kriesch.

Planungsausschuss beschließt die Durchführung einer freiwilligen Bürgerinformation 

„Mit dem Ausbau der Schnellermaarstraße und der Barbarastraße investieren wir gezielt in die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen in Gleuel. Besonders wichtig ist uns, dass wir den Fuß- und Radverkehr stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Straße für den ÖPNV und den motorisierten Verkehr erhalten“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU Hürth, Rüdiger Winkler.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth begrüßt die vorgelegte Vorentwurfsplanung zum Ausbau der Schnellermaarstraße sowie eines Teilstücks der Barbarastraße im Stadtteil Gleuel und spricht sich für eine umfassende Bürgerinformation aus.

Das Projekt umfasst neben der grundlegenden Straßensanierung auch eine umfassende Modernisierung der unterirdischen Infrastruktur. So sind unter anderem ein Kanalneubau, die Erneuerung der Wasserversorgung einschließlich Hausanschlüssen sowie die Verlegung von Leerrohren für den Glasfaserausbau vorgesehen. Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes und die Neugestaltung der Straßenbeleuchtung wird berücksichtigt.

Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität in Gleuel nachhaltig zu verbessern. Insbesondere werden Defizite im Fuß- und Radverkehr beseitigt. Durch gezielte Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs sollen zudem Konflikte im Straßenraum reduziert werden.

Die Bürgerinformation soll noch in diesem Frühjahr stattfinden und den Anliegerinnen und Anliegern die Möglichkeit geben, sich frühzeitig über die Planung zu informieren und Anregungen einzubringen. „Die freiwillige Bürgerbeteiligung ist ein starkes Signal. Wir wollen die Menschen vor Ort mitnehmen und ihre Hinweise in die weitere Planung einfließen lassen“, so Heinz-Werner Kriesch, Ortsvorsteher und CDU-Ratsmitglied für Gleuel.

Mit Blick auf die Finanzierung betont die CDU, dass für die Anliegerinnen und Anlieger keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben werden. Die Kosten werden durch das Land Nordrhein-Westfalen erstattet. „Das entlastet die Bürgerinnen und Bürger erheblich und schafft gleichzeitig Planungssicherheit für die Stadt“, erklärt Kriesch.

„Wir haben mit dem Vorentwurf bereits eine weitgehend ausgewogene Planung, die Infrastruktur modernisiert und gleichzeitig ökologische Aspekte berücksichtigt. Der geplante Baumerhalt und zusätzliche Begrünungsmaßnahmen sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung und sollen bei den weiteren Planungsschritten noch optimiert werden“, stellt Winkler abschließend.

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung ist vorgesehen, den endgültigen Baubeschluss Mitte 2026 zu fassen. Der eigentliche Ausbau soll voraussichtlich ab Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 beginnen und in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Für die Gesamtmaßnahme ist ein Zeitraum von rund vier Jahren eingeplant.

Fuß- und Radweg am Kreisverkehr Bonnstraße/Friedrich-Ebert-Straße wird umgebaut.


„Mit dieser Maßnahme lösen wir ein bekanntes Sicherheitsproblem und schaffen eine klare und sichere Führung für den Radverkehr. Gerade für Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Ernst-Mach-Gymnasium ist das ein wichtiger Fortschritt“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der CDU Hürth, Rüdiger Winkler.


Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth unterstützt die geplante Änderung der Radverkehrsführung am Kreisverkehr Friedrich-Ebert-Straße/Bonnstraße im Stadtteil Hermülheim. Der Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr hat die Umsetzung der Maßnahme beschlossen.


Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit insbesondere für Radfahrende deutlich zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Hintergrund sind wiederholt geäußerte Hinweise aus der Bürgerschaft sowie von der Schulleitung des Ernst-Mach-Gymnasiums, die auf die derzeit für Radfahrende und Fußgänger unübersichtliche und teilweise gefährliche Situation am früheren Bypass, insbesondere durch parkende Fahrzeuge hingewiesen haben.


Kern der Planung ist die Umwandlung des schon lange gesperrten Bypasses in einen separaten Radfahrstreifen. Dadurch entsteht eine deutlich komfortablere und sicherere Führung für den Radverkehr. Auch für Fußgänger wird der Weg sicherer, weil die Kombination mit dem Radweg entfällt und ein reiner Gehweg ausgestaltet wird.


Neben der Verbesserung der Verkehrssicherheit setzt die Planung auch gezielt auf ökologische Aufwertung. Bestehende Versiegelungen werden zurückgebaut und durch Grünflächen ersetzt. Insgesamt entstehen rund 325 Quadratmeter neue Beete mit ergänzenden Baumpflanzungen.


„Wir verbinden hier Verkehrssicherheit mit aktivem Klimaschutz. Die Entsiegelung und die zusätzlichen Bäume verbessern das Stadtklima und machen den Straßenraum deutlich attraktiver“, weiß die Vorsitzende des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr, Maria Graf-Leimbach.


Die CDU sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt zur Förderung der Nahmobilität und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Hürth. „Wir machen den Straßenraum übersichtlicher, sicherer und gleichzeitig grüner. Das ist moderne Verkehrspolitik für unsere Stadt“, betonen Graf-Leimbach und Winkler.


Die Umsetzung der Maßnahme ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Förderzusage – bis spätestens Mitte 2027 vorgesehen.

Rede des Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Bjørn Burzinski,

anlässlich der Verabschiedung der Haushaltssatzung

in der Sitzung des Hürther Stadtrats am 10.02.2026

In Hürth ist Fastelovend – und das ist gut so. Doch zwischen „löstigem Spell un‘ jecke Tön“ wird es hier – wo der Bürgermeister noch am Freitag Hürther Tollitäten und Hürther Jecken. empfing – und heute – bevor es übermorgen auf die Straßen geht – noch einmal ernst.

Bürgermeister Breuer berichtete uns vor gut zwei Monaten bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs von dunkleren Wolken, die aufziehen. Diese wurden zwischenzeitlich nicht nur von den bunten Ballons ein wenig verdrängt, auch die Zahlen stellen sich zwischenzeitlich geringfügig freundlicher dar – die Prognose bleibt aber düster: Minus 16,5 Millionen in 2026, minus 16,9 Millionen in 2027, minus 15,4 Millionen in 2028, minus 15,7 Millionen in 2029.

Kurz vor Karneval will ich aber keine schlechte Stimmung verbreiten, deshalb die gute Nachricht vorweg:In den nächsten Jahren werden wir trotz der dunklen Prognosen finanziell handlungsfähig bleiben – und das ohne Steuererhöhung.

Möglich ist das, weil die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung – namentlich: die Vertreterinnen und Vertreter von CDU und Grünen, gemeinsam mit Bürgermeister Breuer – durch kluge Wirtschafts- und Finanzpolitik die Ausgleichsrücklage auf über 80 Mio. Euro anwachsen ließen. Wir dürfen nicht vergessen: Als wir Ende 2014 die Verantwortung für die Zukunft unserer Kommune übernehmen durften, schauten wir nach jahrelanger Misswirtschaft der SPD in erschreckend leere Kassen und auf eine vernachlässigte Infrastruktur! Zwölf Jahre später sind wir mit 80 Millionen in der Hinterhand auch für wirtschaftlich schwierige Zeiten gerüstet. Und wir haben kräftig investiert: in den Ausbau von Kinderbetreuung, in die digitale Infrastruktur, in öffentliche Gebäude, Fahrradwege und die notwendige Verbesserung der Ausstattung unserer Schulen.

Diese Ausgleichsrücklage deckt das voraussichtliche Defizit der nächsten vier Jahre ab, so dass das Schreckgespenst Haushaltssicherungskonzept, das vor 2014 häufiger als einmal an die Rathaustür klopfte, weiterhin in anderen Kommunen sein Unwesen treiben wird, nicht aber bei uns.

Deshalb werden wir aber nicht die Hände in den Schoß legen und zuschauen, dass nichts passiert. Als gewählte Vertreterinnen und Vertreter für die Menschen in Hürth ist es uns Aufgabe und Pflicht, weiterhin im Rahmen der uns gesteckten Grenzen zu gestalten und unsere Stadt weiterzuentwickeln.

Zudem ist zu erwarten, dass unsere Einnahmen stabil bleiben. Das war nicht immer so: In den Jahren vor 2014 lag die Gewerbesteuer gut und gerne mal bei bescheidenen 20 Millionen Euro, heute sind Gewerbesteuereinnahmen von über 60 Millionen Euro jährlich mittlerweile die Regel. Hier machte es sich die Opposition in der Vergangenheit gerne ganz einfach und meinte, die positive Entwicklung unter unserer schwarz-grünen Mehrheit als glücklichen Zufall und Folge der konjunkturellen Großwetterlage abtun zu können. Doch jetzt – in Zeiten von sinkendem Wirtschaftswachstum – verstummen diese Unkenrufe. Denn unsere Gewerbesteuereinnahmen bleiben trotz allem stabil! Das ist neben der hervorragenden Leistung Hürther Unternehmen auch der Verdienst der wirtschaftspolitischen Entscheidungen der politischen Mehrheit und der Verwaltung unter ihrem Chef Dirk Breuer.

In Zeiten, in denen die Pflichtaufgaben der Kommunen immer mehr und immer teurer werden, sehen wir uns darin bestätigt, wie richtig und wichtig es war und ist, auch den Mut zu unpopulären finanzpolitischen Entscheidungen zu haben: Mehr als einmal meinte die Opposition in Zeiten sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen, uns zu einer Ausweitung der freiwilligen Aufgaben verführen zu können! Nein, wir sind dieser Versuchung nicht erlegen! Aus Verantwortung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in unserer Stadt!

Das ermöglicht uns in einem Land, in dem alles teurer wird, unseren bescheidenen Beitrag zu leisten, die Menschen hier vor Ort nicht zusätzlich zu belasten. Was bedeutet das konkret? Ganz einfach! Keine Steuererhöhung. Punkt.

Was sich zunächst unspektakulär anhört, ist aber angesichts der Zahlen, die uns der Planentwurf prognostiziert, keine Selbstverständlichkeit.

In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten belasten wir die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich. Die solide Finanzlage, die wir dank einer hohen Rücklage aus den Vorjahren besitzen, erlaubt es uns, ausgewogen zu handeln – Investitionen zu tätigen, Sozialleistungen zu sichern und gleichzeitig die Steuerlast unverändert zu lassen.

Diesen Ansatz finde ich sehr konkret – und steht damit der „Konzepterietis“, unter der die Ansätze der Opposition kranken, diametral entgegen.

Konkrete Entlastung, statt Beschäftigungstherapie für die Verwaltung, die die Arbeitseffektivität lähmt und Arbeitsprozesse in Ketten legt. Verwaltungsabläufe leiden ohnehin schon genug unter den Fesseln, in die sie die Deutsche Bürokratie legt – da braucht’s keine weiteren Konzepte für Priorisierung, Digitalisierung oder Verkehrssicherheit.

Bitte verstehen Sie mich richtig: Es braucht Priorisierung, Digitalisierung und Verkehrssicherheit. Dafür stehen wir. Und da unterscheiden wir uns auch nicht von den anderen Fraktionen. Was es aber nicht braucht, sind ewige Diskussionen um die Erstellung von Konzepten. Wir sind der Überzeugung: Machen ist krasser als Reden. So sind die Wege zu Priorisierung von Investitionen, zu mehr Digitalisierung und zu mehr Verkehrssicherheit, offensichtlich grundverschieden.

Ich will das an ein zwei Beispielen deutlich machen: Zunächst zum Wunsch nach mehr Priorisierung.

Das, was wir gerade machen, nennen wir Haushaltsplanung. Das machen Kommunen, landauf, landab, wenn sie nicht gerade unter dem Joch des Haushaltssicherungskonzepts stehen. Wir schauen dabei, was die Stadt einnimmt, und was die Stadt ausgeben soll. Soweit, so einfach. Häufig tritt jedoch der Fall ein, dass die Kosten für die Wünsche, die wir haben, höher sind, als die Summe der Einnahmen, die uns zur Verfügung stehen. Was können wir also tun? In der Regel legt die Verwaltung einen Vorschlag vor, welche Wünsche wir den Menschen zuerst erfüllen sollten. Hierüber streiten wir. Das nennen wir Politik. Aber am Ende ist eines sicher: Am Ende muss eine Abstimmung darüber her, was wir zuerst anpacken, und welche Maßnahmen noch etwas warten müssen. Das nennen wir Demokratie. Und wenn nun einige Maßnahmen im Haushalt 2026 Platz finden, andere aber erst in den Jahren 2027 bis 2029, und wiederum andere noch etwas später, dann nennen wir das mittelfristige Finanzplanung – und das ganze ist nichts anderes als eine Priorisierung bzw. Periodisierung, für die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Antrag Geld fordern.

Priorisierung ist gut. Kehrseite einer jeden Priorisierung ist jedoch, dass es Maßnahmen gibt, die schneller, andere weniger schnell erledigt werden sollen. Und richtig blöd ist es, wenn dann einige Maßnahmen – zumindest vorübergehend – aus der mittelfristigen Finanzplanung rausfallen.

So jetzt passiert bei der Bodelschwinghschule, für die Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen der SPD-Fraktion, nun Mittel von über 2 Millionen Euro forderten, einfach mal so, ohne seriös kalkuliert oder nach kostengünstigeren Lösungen gesucht zu haben! Klar ist: Die Bodelschwinghschule braucht eine bessere räumliche Situation für die Mittagsverpflegung. Auch hier sind wir uns wieder einig. In Anbetracht des riesigen Investitionsstaus, den Sie, liebe SPD, uns 2014 hinterlassen hatten, und der großen Betroffenheit durch Flut und Starkregen sind jetzt (immer noch) zunächst andere Schulen dran.  Schulen, an denen uns Investitionserforderniss und vor allem die Dringlichkeit zu investieren, noch größer ist, weil es den Schulraum und damit die primäre Aufgabe von Schule betrifft: Die Bildung. Und hier haben wir den Grundschulstandorten in Fischenich und Gleuel sowie dem Bau eines Oberstufenzentrums am ASG den Vorzug gegeben, weil Schulraum dort knapp ist, an der Bodelschwinghschule dagegen nicht.

Richtig ist aber auch: Schulen gegeneinander ausspielen gilt nicht, alle haben ihre berechtigten Anliegen, die Lehrerinnen und Lehrer, Kinder und Eltern wären keine gute Schulgemeinschaft, wenn sie nicht immer wieder für die besten Bedingungen an ihrem Schulstandort werben würden.

Ich räume ein: Sie wären eine schwache Opposition, würden Sie nicht die Chance wittern, sich bei der Schulgemeinde beliebt machen zu können, indem Sie reflexartig Baumaßnahmen in großem Stil und am besten ab morgen fordern. Wie ernst Sie Ihre Verantwortung für den Haushalt und damit für die Mittel nehmen, die uns unsere Bürgerinnen und Bürger anvertrauen – davon konnten wir uns im letzten Finanzausschuss überzeugen: Da haben wir Sie aufgefordert, klare Kante zu zeigen und gefragt, welche Maßnahmen Sie denn herunterpriorisieren wollen, um die von Ihnen geforderten 2 Millionen für die Bodelschwinghschule kurzfristig aufzubringen! Da blieben sie uns allen eine Antwort schuldig. Da waren Sie auf einmal wortkarg und still!

Doch während Sie im Finanzausschuss schweigen, tönen dann umso lauter in den sozialen Medien. Hier schreiben Sie, Zitat: „Gestrichene Mensa, keine neue Sporthalle, keine Perspektive für den Schulstandort Gleuel.“ Die Rückfrage sei mir gestattet: Ist das eine Forderung von Ihnen – oder ein Vorwurf an die Verwaltung? Sollte das ein Vorwurf an die Verwaltung sein, möchte ich hiermit ein für alle Mal klarstellen: Das ist falsch, völlig unbegründet, entbehrt jeder Grundlage. Hier betreiben Sie billigste Desinformation und bedienen sich Fake News. Wer das macht, bedient sich der Methoden von Populisten!

Zurück zu Sache, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Wir stehen zur Brüder-Grimm-Schule, wir stehen zum Sporthallenneubau- und -sanierungskonzept, wir stehen zur Mensa an der Realschule. Und seien Sie sich gewiss: Am liebsten würden auch wir alles auf einmal umsetzen. Doch die Gründe, die uns daran hindern, sind vielfältig. Geld ist dabei nur ein Problem, fehlendes Personal das andere. Um diesem Mangel zu begegnen, gründeten wir im vergangenen Jahr eine Hochbaugesellschaft, die die Planungsprozesse für die Stadtverwaltung beschleunigen soll. Doch mit Ihrer fehlenden Zustimmung machten Sie auch hier mehr als deutlich, dass Ihnen jeglicher Wille zur konstruktiven Mitgestaltung fehlt.

Mit der Hochbaugesellschaft zünden wir den Maßnahmenturbo für unsere öffentlichen Gebäude – für schnellere Planung und Umsetzung von Schulen, Kitas, Feuerwehr und öffentlichen Gebäuden. Wir stehen für Machen statt Warten. Für Lösungen statt Ausreden.

Berechtigte Zwischenfrage: Was bedeutet das nun für die Bodelschwinghschule? Erst heute haben wir einen Antrag zum nächsten Planungsausschuss eingereicht, der die Verwaltung dazu auffordert, konkrete Maßnahmen zu prüfen, die bestenfalls noch in diesem Jahr die Situation der Mittagsverpflegung vor Ort verbessert. Das ist besser als irgendeine Zahl in der mittelfristigen Finanzplanung, weil wir direkt vor Ort etwas anpacken, statt lange drumherum zu reden.

Ich hatte Ihnen zwei Beispiele versprochen: Kommen wir noch zur Verkehrssicherheit.

Auch hier gilt für uns: Konkret geht vor Konzept.

Sie werfen uns vor, in der Vergangenheit zu wenig für den Radverkehr in Hürth getan zu haben. Die Erstellung von neuen Fahrradwegen wie bspw. entlang der Linie 18 zwischen Hermülheim und Fischenich, sowie die Einführung von Fahrradstraßen in Efferen und Hermülheim sprechen eine andere Sprache. Nun mögen Attribute wie „wenig“ oder „viel“ auch immer im Auge des Betrachters liegen – ganz im Gegenteil zu „kein“: Mir zumindest ist KEIN einziger SPD-Antrag aus den letzten fünf Jahren bekannt, der sich mit dem Thema Radverkehr beschäftigt. KEIN Antrag. SO wichtig ist Ihnen dieses Thema also. Selbst unser Angebot, im Rahmen der Wirtschaftsplanberatungen der Stadtwerke, konkrete Streckenzüge zu benennen, die angepackt werden sollten, blieb ohne Reaktion.

Und: Durch kein Konzept der Welt fährt ein Auto langsamer, kommt ein Kind sicherer zu Schule. Hürth braucht kein Verkehrssicherheitskonzept. Was Kinder brauchen, um sicherer zur Schule zu kommen, sind Autofahrerinnen und -fahrer, die Rücksicht nehmen auf unsere Kleinesten. Dabei reicht es zumeist, wenn sich Autofahrerinnen und -fahrer an die geltenden Verkehrsregeln hielten. So einfach es klingt: Tempo 30 ist Tempo 30, ein Fußgängerüberweg ist ein Fußgängerüberweg, und eine rote Ampel ist eine rote Ampel. Da braucht es auch keine weiteren Piktogramme auf der Straße, keine zusätzlichen Schilder. Da braucht es Menschen, die sich an die vereinbarten Regeln halten und Rücksicht nehmen.

Wir erleben Schulleitungen, die unermüdlich sind, Verhaltensregeln für den Verkehr rund um die Schulstandorte anzuregen und umzusetzen, wir erleben viele Eltern, die sich daran halten, und damit eine Haltung für mehr Sicherheit für die Kinder einnehmen. Wir erleben allerdings auch immer wieder Schulleitungen, die uns verzweifelt berichten, dass es insbesondere vereinzelte Eltern gibt, die sich rücksichtslos im Straßenverkehr verhalten, indem sie Fußgängerüberwege zuparken, Vorfahrtsregeln vor der Schule missachten, aus Zeitnot am frühen Morgen willkürlich einander überholen, in Stichstraßen einfahren, die dem Lehrpersonal vorbehalten sein sollten. Welches Konzept soll da bitte greifen? Wer bitte soll hier Abhilfe schaffen?

Wir sind froh, dass wir 22 Ratsmitglieder und 9 Ortsvorsteher vor Ort haben, die die Probleme, die es gibt, kennen, die im Austausch mit den Menschen konstruktive Lösungen erarbeiten, die die Verwaltung umsetzt. So zuletzt geschehen in Efferen, als schon lange vor dem Abschluss der Beratungen der Steuerungsgruppe erste Maßnahmen wie die Einbahnregelungen rund um den Schulstandort vorgeschlagen, beraten, beschlossen und umgesetzt wurden. Das ist konkret, das hilft, das führt zu mehr Verkehrssicherheit. Weitere Vorschläge sind herzlich willkommen.

Neben vielen „alten Kamellen“, die wir in der diesjährigen Haushaltsdebatte kurz vor Karneval „kauen“ mussten, gab es zur Abwechslung aber auch einmal was Neues. Warf ich den Kolleginnen und Kollegen der SPD in der Vergangenheit häufig vor, wie Prinz Karneval durch die Straßen zu ziehen und Geschenke wie Kamelle zu verteilen, die Sie aber gar nicht bezahlen können, täuschen Sie in diesem Jahr erstmals überhaupt den Versuch vor, Beiträge zur Gegenfinanzierung vorzuschlagen.

Ein Beispiel: Die Einführung eines Konzepts – endlich mal ein Konzept – die Einführung eines Konzepts zur interkommunalen Zusammenarbeit, das mittelfristig 150.000 Euro bis 300.000 Euro bringen solle.

Hierzu zwei Anmerkungen: Tatsächlich Es gibt bereits viel interkommunale Zusammenarbeit. IT-Fachverfahren und Software-Lizenzen werden im Verband der KDVZ abgewickelt und beschafft, die Beschaffung von Energie wurde erst kürzlich interkommunal im Rhein-Erft-Kreis abgestimmt, zur Qualifizierung von Personal gibt es das gemeinsame Rheinische Studieninstitut. Wo genau nun künftig weitere 300.000 Euro durch Zusammenarbeit eingespart werden sollen, bleibt völlig unklar.

Genauso wie durch ein Konzept zur Digitalisierung, das ebenso bis zu 300.000 Euro durch Einsparungen bei Papier und Porto bringen soll – jedoch völlig unkonkret ist, auf welcher Grundlage Sie die Rechnung erstellt haben.

Zwei Beispiele für zwei ungedeckte Schecks, die zur Haushaltskonsolidierung vorgelegt werden, deren Beträge jedoch nicht belastbar sind. Das ist für uns eine Vereinfachung der Probleme, das ist für uns die plakative Darstellung komplexer Sachverhalte.

Selbst wenn am Ende des Tages eine Bettensteuer kommt, deren Effektivität gemessen am zu erwartenden Aufwand jetzt durch die Verwaltung geprüft wird, würde das die Beschlüsse, die von Ihnen beantragt worden sind, nicht gegenfinanzieren.

Neben der „Konzepterietis“ und dem fehlenden Konsolidierungswillen zieht sich auch das Thema Wohnraum durch Anträge der Sozialdemokraten zum Haushalt. Inkonsequenz kann man Ihnen also nicht vorwerfen, war das Thema doch bereits Headliner ihrer Wahlkämpfe in den Jahren 2014, 2015, 2020 und 2025 – für das Sie im Übrigen nie die erforderliche Ratsmehrheit erhalten haben, im Gegenteil: Mit dem Schwerpunktthema Wohnraum haben Sie bei der vergangenen Kommunalwahl das schlechteste Wahlergebnis Ihrer Partei seit 1945 erzielt. Das ist nicht nur bitter, sondern zeugt auch von der größtmöglichen Ignoranz des Wählerwillens, den Sie mit dem Thema Wohnraum nicht für sich gewinnen konnten.

Das heißt nicht, dass teurer und fehlender Wohnraum kein Thema für die Hürtherinnen und Hürther ist. Im Gegenteil. Es ist völlig richtig, was Sie ansprechen: Wohnraum ist teuer, Wohnrum ist knapp. Aber die Menschen in Hürth lassen sich nicht für blöd verkaufen, die Menschen in Hürth wissen, dass das Bundesbauministerium seit 2013 (mit einer kurzen Ausnahme) von der SPD geführt wird, die offensichtlich keine nachhaltigen Lösungen gefunden hat, bauen und wohnen in Deutschland günstiger zu machen. Und Sie glauben, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPD, dass wir in Hürth die Rahmenbedingungen für günstiges Wohnen alleine schaffen, was dem Ministerium in Berlin seit über zehn Jahren nicht gelingt. Die Hürther Bevölkerung hat es Ihnen jedenfalls nicht abgekauft. Und wir tun es im Übrigen auch nicht.

Oder anders gefragt: Dem Wunsch nach Gründung einer eigenen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die es im Übrigen mit der GWG Rhein-Erft bereits gibt, geht die völlige Fehleinschätzung voraus, dass die Kosten für das Bauen und damit in letzter Konsequenz auch der Wohnraum günstiger würden. Na, die Logik muss mir mal jemand erklären. Sie konnten es bisher jedenfalls nicht.

Was Mieterinnen und Mietern sowie Eigentümerinnen und Eigentümern aber wirklich zu Gute kommt, ist eine niedrige Grundsteuer – und die ist irgendwann dann nicht mehr möglich, wenn sich Ihr fehlender Konsolidierungswille durchsetzt.

Hierzu zählt auch die Schulsozialarbeit, die richtig und wichtig ist – unserer Meinung nach jedoch zu den wichtigen pädagogischen Aufgaben gehört, die in Verantwortung des Landes und nicht der Kommunen gehört. Dennoch leisten wir sie uns in einem Maße, das wir bezahlen können. Um die Effektivität zu steigern, setzen wir in den letzten Jahren zunehmend auf die Durchführung der Schulsozialarbeit durch freie Träger. Wenn Sie nun in demselben Facebook-Post den, ich eben bereits zitierte, behaupten, die Verwaltung streiche Schulsozialarbeiterstellen, ist das zu kurz gegriffen und geht an der Realität vorbei. Spielen Sie nicht mit dem Feuer, liebe SPD!

Machen Sie lieber einmal etwas Schlaues und stimmen Sie dem Haushalt zu. Das sie einen Großteil Ihrer Anträge zurückgezogen haben, wir gemeinsam einen anderen Teil Ihrer Anträge an die zuständigen Fachausschüsse verwiesen haben, wäre das zumindest ein konsequentes Abstimmungsverhalten.

Aber auch im Fastelovend ist nicht immer alles logisch, nicht immer alles verständlich, das meiste ist lustig. Soweit die Parallelen. Der Karneval hilft uns, den Alltag eine Zeit lang hinter sich zu lassen und gemeinsam zu feiern.

Wenn aber nach den tollen Tagen der Alltag zurückgehrt, sollte das Gemeinsame bleiben. Gemeinsam für Hürth. Machen wir heute den Anfang und stimmen gemeinsam dem Haushalt zu, der die Menschen nicht mehr belastet, den Handlungsspielraum auf Zukunft hin erhält und viele freiwillige Leistungen möglich macht.

Unser Dank gilt Bürgermeister Dirk Breuer an der Spitze, Kämmerer Marco Dederichs und seinem Team der Kämmerei sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die in dieser außergewöhnlichen Zeit einen außergewöhnlich guten Job gemacht haben – in Hürth für Hürth.

Sozial gestaffelte Elternfinanzierung für iPads an Hürther Schulen beschlossen

Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat den Weg für eine neue Form der digitalen Ausstattung an den weiterführenden Schulen in Hürth freigemacht. In seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium mit den Stimmen von CDU und Grünen die Einführung einer sozial gestaffelten Elternfinanzierung für iPads in der Jahrgangsstufe 9. Das Modell soll ab dem Schuljahr 2026/2027 greifen.

Kern des Konzepts ist, dass Eltern die Geräte grundsätzlich selbst anschaffen, dabei aber von Zuschüssen der Stadt profitieren. Je nach Einkommens- und Familiensituation übernimmt die Stadt Hürth zwischen 50 und 100 Prozent der Kosten.

Die Idee wurde auf Initiative der CDU-Fraktion entwickelt und gemeinsam mit dem Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen weiter ausgestaltet. „Digitale Bildung darf keine soziale Frage sein“, sagte Ulrich Klugius, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Mit dem nun beschlossenen Modell werde sichergestellt, dass auch Kinder aus kinderreichen oder einkommensschwächeren Familien ein eigenes Endgerät erhalten können.

„Hier hat die Verwaltung einen ausgewogenen Vorschlag entwickelt, der auf Vorschlag von CDU und Grünen noch einmal ausdifferenziert wurde“, ergänzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski. „Schade, dass sich SPD und Linke diesen Unterstützungsmöglichkeiten nicht anschließen konnten, um die flächendeckende Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten ab der Klasse 9 zu realisieren.“

Dass CDU und Grüne das Modell der Förderung eigener Geräte gezielt ab der Jahrgangsstufe 9 gefordert hatten, folgt der Überzeugung, dass digitale Bildung nicht mit dem Unterricht endet. „Eigene Geräte ermöglichen auch die private Anwendung in der Freizeit sowie die Nutzung während der Berufsausbildung“, so Burzinski.

Georg Fabian, sachkundiger Bürger der CDU im Schulausschuss, unterstützt diesen Vorstoß: „Nach der schulischen Bildung ist der Übergang von der Schule in die Ausbildung ein entscheidender Moment. Wenn junge Menschen dann bereits mit einem eigenen digitalen Endgerät arbeiten können, ist das ein klarer Vorteil.“

Mit dem Beschluss des Ausschusses ist die Einführung des Modells jedoch noch nicht automatisch an allen Schulen gesetzt. Nun liegt es an den weiterführenden Schulen selbst, in ihren Schulkonferenzen zu entscheiden, ob sie die 1:1-Ausstattung über die Elternfinanzierung zum kommenden Schuljahr einführen wollen. Schulen, die sich zunächst gegen eine Einführung entscheiden, werden weiterhin gemäß Medienentwicklungsplan ausgestattet: Die Stadt stellt dort digitale Endgeräte im Verhältnis eins zu zwei zur Verfügung, also ein Gerät für jeweils zwei Schülerinnen oder Schüler, so wie es auch in den Klassenstufen 5 bis 8 der Fall ist. Hierfür hatten sich CDU und Grüne ebenfalls stark gemacht.

Die Stadtverwaltung wird die Schulen über die Rahmenbedingungen informieren und die organisatorische Umsetzung vorbereiten. Die Eltern sollen die Geräte im Rahmen eines zentralen Bestellverfahrens erwerben können.

Die Klassen in den Hürther Grundschulen sollen auch im kommenden Schuljahr überschaubar bleiben. Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion hat beschlossen, die Größe der Schuleingangsklassen im Schuljahr 2026/2027 auf maximal 25 Kinder zu begrenzen. Der Beschluss fand die volle Unterstützung von CDU und Grünen.

„Dass wir dem einhelligen Wunsch aller Schulleitungen folgen können, ist ein wichtiges Signal für gute Lernbedingungen“, sagte Bjørn Burzinski, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Hürth. Die Begrenzung der Klassenstärke sei eine bewusste Entscheidung zugunsten der Kinder und der Arbeit an den Schulen.

Auch Ulrich Klugius, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, begrüßt den Beschluss. „Gerade in den ersten Schuljahren profitieren Kinder davon, wenn Lehrkräfte mehr Zeit für jedes einzelne Kind haben“, sagte Klugius. Kleinere Klassen erleichterten individuelle Förderung und sorgten für mehr Ruhe im Unterricht. „Mit unseren Investitionsprogrammen in den vergangenen Jahren und der Gründung der neuen Grundschule im Zentrum haben wir die notwendigen räumlichen Bedingungen geschaffen, die Klassengröße, die das Schulgesetz vorschreibt, weit zu unterbieten und bessere Lernbedingungen zu schaffen“, ergänzt Klugius.

Rechtlich wären in Nordrhein-Westfalen Klassen mit bis zu 29 Schülerinnen und Schülern möglich. Die Hürther Schulen hatten jedoch geschlossen darum gebeten, die Klassenstärken erneut zu begrenzen. Hintergrund sind unter anderem steigender Förder- und Sprachbedarf sowie zunehmend heterogene Lerngruppen.

Die Regelung gilt einheitlich für alle Grundschulen im Stadtgebiet und ausschließlich für das Schuljahr 2026/2027. Sie steht im Einklang mit der gesamtstädtischen Schulentwicklungsplanung und berücksichtigt sowohl pädagogische als auch räumliche Voraussetzungen an den einzelnen Standorten.

Mit dem Beschluss unterstreicht die Stadt Hürth ihren Anspruch, trotz wachsender Herausforderungen gute Rahmenbedingungen für den Schulstart zu schaffen.