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Planungsausschuss beschließt die Durchführung einer freiwilligen Bürgerinformation 

„Mit dem Ausbau der Schnellermaarstraße und der Barbarastraße investieren wir gezielt in die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen in Gleuel. Besonders wichtig ist uns, dass wir den Fuß- und Radverkehr stärken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Straße für den ÖPNV und den motorisierten Verkehr erhalten“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU Hürth, Rüdiger Winkler.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hürth begrüßt die vorgelegte Vorentwurfsplanung zum Ausbau der Schnellermaarstraße sowie eines Teilstücks der Barbarastraße im Stadtteil Gleuel und spricht sich für eine umfassende Bürgerinformation aus.

Das Projekt umfasst neben der grundlegenden Straßensanierung auch eine umfassende Modernisierung der unterirdischen Infrastruktur. So sind unter anderem ein Kanalneubau, die Erneuerung der Wasserversorgung einschließlich Hausanschlüssen sowie die Verlegung von Leerrohren für den Glasfaserausbau vorgesehen. Auch der Ausbau des Fernwärmenetzes und die Neugestaltung der Straßenbeleuchtung wird berücksichtigt.

Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität in Gleuel nachhaltig zu verbessern. Insbesondere werden Defizite im Fuß- und Radverkehr beseitigt. Durch gezielte Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs sollen zudem Konflikte im Straßenraum reduziert werden.

Die Bürgerinformation soll noch in diesem Frühjahr stattfinden und den Anliegerinnen und Anliegern die Möglichkeit geben, sich frühzeitig über die Planung zu informieren und Anregungen einzubringen. „Die freiwillige Bürgerbeteiligung ist ein starkes Signal. Wir wollen die Menschen vor Ort mitnehmen und ihre Hinweise in die weitere Planung einfließen lassen“, so Heinz-Werner Kriesch, Ortsvorsteher und CDU-Ratsmitglied für Gleuel.

Mit Blick auf die Finanzierung betont die CDU, dass für die Anliegerinnen und Anlieger keine Straßenausbaubeiträge mehr erhoben werden. Die Kosten werden durch das Land Nordrhein-Westfalen erstattet. „Das entlastet die Bürgerinnen und Bürger erheblich und schafft gleichzeitig Planungssicherheit für die Stadt“, erklärt Kriesch.

„Wir haben mit dem Vorentwurf bereits eine weitgehend ausgewogene Planung, die Infrastruktur modernisiert und gleichzeitig ökologische Aspekte berücksichtigt. Der geplante Baumerhalt und zusätzliche Begrünungsmaßnahmen sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung und sollen bei den weiteren Planungsschritten noch optimiert werden“, stellt Winkler abschließend.

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung ist vorgesehen, den endgültigen Baubeschluss Mitte 2026 zu fassen. Der eigentliche Ausbau soll voraussichtlich ab Ende 2027 beziehungsweise Anfang 2028 beginnen und in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Für die Gesamtmaßnahme ist ein Zeitraum von rund vier Jahren eingeplant.

Wurzelschäden hatten die Verkehrssicherheit auf der Fahrbahn, den Fahrradschutzstreifen sowie den Gehwegen entlang der Bachemer Straße beeinträchtigt. Um diesen Zustand zu beheben, haben die Stadtwerke Hürth in Zusammenarbeit mit dem Straßenbaulastträger Rhein-Erft-Kreis seit Anfang November umfassende Arbeiten durchgeführt. „Ziel ist es, die Sicherheit wiederherzustellen und den Anforderungen aller Verkehrsteilnehmer – ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto – gerecht zu werden,“ berichtet Kreistagsmitglied Gerd Fabian.

Mitte September hatte Bürgermeister Dirk Breuer gemeinsam mit Ortsvorsteher Peter Prinz die Bürgerinnen und Bürger in die Turnhalle der Carl–Orff–Grundschule eingeladen. Der Verwaltungschef berichtete zu Beginn der Veranstaltung von den aktuellen und anstehenden Projekten innerhalb des Ortes. Die Verkehrssituation, und hier insbesondere die Verkehrssicherheit um die Carl–Orff–Grundschule und den angrenzenden Kindertagesstätten wurden wechselseitig diskutiert. Vertreter der Polizei, Ordnungsamt und der Stadtwerke nahmen Stellung zu den Ereignissen aus dem vergangenen Jahr.

Nach den Berichterstattungen hatten die Bürgerinnen und Bürger der sehr gut besuchten Veranstaltung die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Bürgermeister Dirk Breuer Anregungen mit ins Rathaus zu geben.

Unfallkommission lehnt die separate Führung von Fuß- und Radverkehr ab

„Wir bedauern es sehr, dass unser Vorschlag einer vollständig konfliktfreien Schaltung bei der Unfallkommission nicht durchsetzbar war. Mit der Kompromisslösung, die jetzt beschlossen wurde, werden jedoch schreckliche Unfälle, wie wir einen vor zwei Jahren erleben mussten, künftig vermieden. Um endlich eine Ampelschaltung zu erreichen, die die Sicherheit erhöht, haben wir dieser Variante im Ausschuss zugestimmt, auch wenn uns die Lösung nicht vollständig zufrieden stellt“, äußert sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Rüdiger Winkler, zu dem Beschluss des Hürther Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr.

Nach dem schweren Abbiegeunfall von der Frechener- in die Sudetenstraße Ende 2021 hatte der Hürther Planungsausschuss gemeinsam mit einem Verkehrsgutachter in mehreren Sitzungen eine Lösung für die Ampelschaltung entwickelt, bei der es zu keiner gleichzeitigen Grünphase für den Kfz-Verkehr und für Radfahrende und Fußgänger gekommen wäre. Diese Variante wurde in der Unfallkommission des Rhein-Erft-Kreises mehrfach diskutiert und auch ein Ortstermin an der Kreuzung abgehalten. Im Ergebnis stimmte die Kommission dieser Variante jedoch nicht zu, insbesondere weil es dadurch zu einem zusätzlichen Begegnungsverkehr von den Kfz-Linksabbiegern aus Richtung Hermülheimer Straße mit dem Geradeausverkehr der Sudetenstraße gekommen wäre. Außerdem wurde die Leistungsfähigkeit der Kreuzung bei dieser Variante bezweifelt. Zudem sei die Kreuzung nach den vorliegenden Zahlen kein Unfallschwerpunkt.

Als Kompromissvorschlag wurde jedoch eine Ampelschaltung vorgeschlagen, die zwar eine nicht vollständig konfliktfreie Führung der Fuß- und Radverkehre vorsieht, aber die Gefahr von Unfällen durch Abbiegeverkehre in die Sudetenstraße ausschließt.

LKW-Verbot für Alt-Hürth – Lieferverkehr frei

„Mit dem Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr ist die Stadtverwaltung unserem Anliegen nachgekommen, die Straßen im Ortskern von Alt-Hürth zu entlasten“, freut sich CDU-Ratsmitglied Peter Zylajew.

Die Umlegung der Luxemburger Straße brachte nicht für alle Hürther Ortsteile eine Entlastung. Durch fehl geleitete Lastwagen war die Ortsdurchfahrt Alt-Hürth schwer betroffen. Vermehrt gingen bei den Alt-Hürther Ratsmitgliedern Beschwerden ein. „Die Fahrerinnen und Fahrer lassen sich von ihren veralteten Navigationsgeräten leiten und landen so auf dem Brabanter Platz“, erläutert CDU-Ratsmitglied Gudrun Baer.

Bereits kurz nach der Öffnung der Ortsumgehung Hermülheim im Frühjahr 2021 hatte Zylajew mit der Stadtspitze Kontakt aufgenommen, um ein Fahrverbot für den gesamten Zentrumsbereich zu erwirken. Doch so einfach war es nicht: „Es ist keine Entscheidung, die die Verwaltung kurzfristig und eigenmächtig treffen kann. Bei einem Fahrverbot für LKWs sind neben den Straßenbaulastträgern (Kreis und Straßen NRW) auch die Ordnungsbehörden und die Polizei mit ins Boot zu holen. Zusätzlich ist eine aufwendige Verkehrszählung notwendig gewesen, all dies hat zu dieser langen Bearbeitung geführt“, erklärt Zylajew, der sich nun über ein positives Ergebnis freut.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski hofft, dass nun für jeden deutlich ersichtlich sei, dass der Ortskern nicht für den Schwerlastverkehr geeignet ist. Hierzu wurde auch die Beschilderung am Kreisverkehr Luxemburger Straße an der Feuerwehr ausgetuascht. „Wir hoffen nun, dass auch von dort weniger Lastwagen die vermeintliche Abkürzung nutzen.“

Die drei Alt-Hürther CDU-Ratsvertreter Baer, Burzinski und Zylajew sind mit dem nun umgesetzten LKW-Verbot zufrieden. Natürlich war ihnen auch das Gewerbe wichtig, daher ist mit dem Zusatz „Lieferverkehr frei“ dafür gesorgt, dass die ortsansässigen Geschäfte beliefert werden können. Die Kontrolle des Fahrverbots obliegt der Polizei. Hier wollen sie die entsprechenden Stellen nun um stichprobenartige Kontrollen bitten.