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Für die Stadtbahnlinie 18 soll es zwischen Hermülheim und Fischenich demnächst eine zusätzliche Haltestelle geben. Den ersten Schritt dafür hat der Planungsausschuss jetzt mit einem Grundsatzbeschluss getan: Der neue Halt soll im Kalscheurener Gewerbegebiet südlich der B265n mit einer Fuß- und Radwegverbindung auch zur Bonnstraße/Eschweiler Straße eingerichtet werden.

Rüdiger Winkler, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, sieht in der zusätzlichen Haltestelle viele Vorteile: „Die Anwohnerinnen und Anwohner von Kalscheuren, insbesondere aber auch die Beschäftigten im Gewerbegebiet und die künftigen Bewohner und Arbeitnehmer des Neubaugebietes auf dem alten Rangierbahnhof in Hermülheim werden dadurch den öffentlichen Personennahverkehr deutlich leichter nutzen können. Es bleibt jetzt nur zu hoffen, dass die HGK (Häfen und Güterverkehr Köln AG), die für die Realisierung der Haltestelle allein verantwortlich ist, unsere einstimmige Entscheidung zügig umsetzt.“

Wir machen moderne Mobilität und nachhaltige Infrastruktur

Die Stadtbahnlinie 18, Regionalbuslinien, das Stadtbusnetz und der Bahnhof Hürth-Kalscheuren sind die Eckpfeiler im ÖPNV-Netz der Stadt Hürth. Das wollen wir weiterentwickeln sowie ausbauen – und zwar emissionsarm. Es geht darum, weitere Schritte in Richtung Verkehrswende in Angriff zu nehmen. Dabei haben wir auch den Radverkehr in besonderer Weise im Blick. Ein wichtiges Anliegen ist uns zudem, Anlieger innerörtlicher Straßen zu entlasten.

Das haben wir bereits gemacht

  • Takt der Linie 18 abends und am Wochenende ausgeweitet
  • „Null-Emission“ unserer Busflotte durch Umstellung auf Wasserstoffantrieb
  • Städtische Radwege saniert
  • Verkehrsentwicklungsplan für Hürth, um Straßen- und Radverkehr zu verbessern

Das werden wir machen

  • Verlängerung der Stadtbahn ins Hürther Zentrum
  • Neuer Stadtbahnhaltepunkt zwischen Hermülheim und Fischenich
  • Kalscheuren ans S-Bahn-Netz anbinden
  • Stadtbusangebot bedarfsgerecht optimieren
  • OnDemand-Verkehr als Ergänzung zum Stadtbus erproben
  • Mehr Fahrradstraßen
  • Entlastung der Anwohner durch Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans

Ein gut besuchter Bürgerstammtisch der CDU in Kendenich mit Bürgermeister Dirk Breuer.

„Hürth leidet ohnehin schon unter dem Verkehr, der tagtäglich durch unsere Straßen fährt. Da können wir mit der Bedarfsampel in der Nähe des Einkaufszentrums nicht auch noch ein weiteres Nadelöhr gebrauchen“, bedauert der CDU-Fraktionsvorsitzende die Situation auf der Theresienhöhe und spricht damit vermutlich vielen Verkehrsteilnehmern aus der Seele. Deshalb haben CDU und Grüne nun eine Anfrage auf den Weg gebracht, die im nächsten Verwaltungsrat durch den Vorstand der Stadtwerke beantwortet werden soll. „Wenn die Bauarbeiten noch länger andauern, wollen wir wissen, ob die Straße nicht breit genug ist, um zumindest provisorisch eine weitere Fahrbahn aufzuschütten, um die Straße wieder für beide Fahrtrichtungen freizugeben und damit dem Verkehrschaos zu begegnen, das mit Beginn der Vorweihnachtszeit und dem wachsenden Kundenaufkommen im Hürth-Park sicherlich nicht weniger werden wird“, ergänzt CDU-Kreistagsmitglied Frank Rock. Sollte dies nicht möglich sein, solle zumindest eine weitläufige Umleitung oder eine kürzere Ampelschaltung überprüft werden, um die Situation zu entzerren.

Verkehrszeichen am Ampelmast sieht man zu spät

Verkehrszeichen am Ampelmast sieht man zu spät

Angesichts der für die Anwohner unerträglichen Belastung durch den Schwerlastverkehr hatte der Planungsausschuss im April dieses Jahres beschlossen, die Gennerstraße in Fischenich durch eine Gebotsregelung auf der Luxemburger Straße („Abbiegeverbot“) vom LKW-Verkehr zu entlasten. Einem echten Durchfahrtverbot wollte der Rhein-Erft-Kreis als Straßenbaulastträger nicht zustimmen.
Ende April wurde an der Kreuzung Luxemburger Straße / Gennerstraße die entsprechende Beschilderung angebracht. Aber auch nach gut zwei Monaten zeigt die Beschilderung kaum Wirkung. Die Anwohner der Gennerstraße stellen immer noch die Durchfahrt von vielen schweren Lastwagen fest.

„Nach der Anbringung der Beschilderung war eigentlich schon klar, dass der gewünschte Erfolg ausbleiben würde“ so Raimund Westphal, Planungsausschussmitglied der CDU und frisch gebackener Ortsvorsteher von Fischenich. „Hoch oben am Ampelmast sieht man die Schilder viel zu spät oder gar nicht. Die Verkehrszeichen gehören in ausreichendem Abstand zur Kreuzung gut sichtbar auf einen Rohrpfosten an die
Straße!“

Nach einem von Westphal initiierten Ortstermin sehen Vertreter des Hürther Ordnungsamtes das erfreulicherweise genauso. Diese sicherten zu, dass man sich beim Landesbetrieb Straßen NRW für eine gut sichtbare Beschilderung am Straßenrand einsetzen will.
Bleibt zu hoffen, dass die Entlastung für die Anwohner der Gennerstraße im zweiten Anlauf gelingt.

Auf Nachfrage von CDU-Ratsmitglied Frank Rock wurde der Alt-Hürther Union jetzt mitgeteilt, dass die Bauarbeiten Ecke Kreuzstraße/Brabanter Platz die Einrichtung eines neuen Zebrastreifens nach sich ziehen. „Viele Alt-Hürther Bürgerinnen und Bürger wunderte in den letzten Tagen der Baubeginn einschließlich der kurzfristigen Einrichtung der Ampelanlage“, so Rock kritisch und ergänzt, dass in keiner Ausschussvorlage die Überquerungssituation auf dem Brabanter Platz bisher verzeichnet gewesen sei. In einer Anfrage vor wenigen Monaten hatte es noch geheißen, dass aufgrund der fehlenden Beleuchtung von einem Zebrastreifen Abstand genommen werde.
Dass jetzt plötzlich scheinbar alle Dinge geklärt sind und auch eine neue Beleuchtungsanlage angebracht wird, freut auch Gudrun Baer, neues Ratsmitglied für Alt-Hürth: „Wir haben dennoch die Verwaltung darum gebeten, künftig frühzeitig über solche und ähnliche Maßnahmen informiert zu werden, damit wir den Anwohnerinnen und Anwohnern Rede und Antwort stehen können“.
Die Maßnahme soll in zehn Tagen abgeschlossen sein. Diese Auskunft hat der zuständige Mitarbeiter der Stadtwerke den Ratsmitgliedern erteilt. „Die Maßnahme wird vor allem Kindern, Müttern mit Kinderwagen und älteren Mitbürgern mit Gehhilfe eine bessere Überquerung ermöglichen“, erklärt Rock abschließend.

Um im Hinblick auf den steigenden Lieferverkehr des Gewerbegebietes in Kalscheuren verkehrliche Alternativen zur Hans-Boeckler-Straße zu bieten und den Einstieg in eine künftige Umfahrung der Luxemburger Straße in Hermülheim zu ermöglichen, hatte die CDU-Fraktion im Planungsausschuss beantragt, den Verkehrsfluss auf der Hasenkaule zu verbessern.
„In der Hasenkaule sollte der Begegnungsverkehr von LKW ermöglicht werden, damit ein besserer Abfluss des LKW-Verkehrs zur Autobahnanschlussstelle Eifeltor gewährleistet werden kann. Für viele Anwohner wäre das eine Entlastung“, erläutert CDU-Ratsherr Manfred Laufenberg. Bisher ist es dort aufgrund von parkenden Fahrzeugen selbst für PKW schwierig, ohne Befahrung des Bürgersteigs aneinander vorbeizukommen.

Der Bürgermeister sagte in der Sitzung zu, dass die Verkehrssituation optimiert werden solle. Dem Anliegen der CDU werde so Rechnung getragen. Dies erfolge auch im Hinblick darauf, dass die Ertüchtigung der Straße „An der Hasenkaule“ im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen der Firma Talke vorgenommen werden müsse. CDU-Fraktionschef Dirk Breuer hofft auf eine baldige Realisierung: „Die Gespräche mit der Bezirksregierung über die Feinstaubbelastung auf der Luxemburger Straße haben gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Nun gilt es, erste Maßnahmen anzugehen.“