Viel Durchgangsverkehr in Efferen? Rückstaus und lange Rotphasen?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich aktuell im Rathaus die Steuerungsgruppe zum Verkehrskonzept Efferen. Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro, Verkehrsplanern und der Stadtverwaltung befassen sich unsere Efferener Fraktionsmitglieder mit einer zukunftsgerichteten und bürgerfreundlichen Verkehrsführung durch unseren Ort.

„Nach einer Verkehrszählung und einer umfassenden Bürgerbeteiligung befinden wir uns jetzt in die Modellierungsphase“, erklärt Tim Bong, Sachkundiger Bürger und Mitglied der Steuerungsgruppe. „Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Bereich rund um unsere beiden Grundschulen Im Wiesengrund. Insbesondere zu Schulbeginn und Schulschluss treten hier immer wieder gefährliche Situationen auf“, führt Bong weiter aus.

Rolf Elsen, Ratsmitglied, beschreibt den weiteren Verlauf: „Bis zum Spätsommer des nächsten Jahres soll es eine Abschlussveranstaltung geben. In der Zwischenzeit werden mehrfach Wirkungsanalysen durchgeführt, um gezielte und nachhaltige Lösungen für stark belastete Straßen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, die Anwohnerinnen und Anwohner spürbar zu entlasten.“

Wussten Sie, dass die Friedrich Ebert Realschule auf der Krankenhausstraße aktuell modernisiert und um zusätzliche fünf Klassenzüge erweitert wird? Dies und andere Neuigkeiten erfuhren rund 25 Teilnehmer unserer Fahrradtour Mitte Juli.

Geplant und durchgeführt haben die Veranstaltung Ortsvorsteher Hans-Josef Lang, Reinhard Meyer und Dr. Ady Osterspey, die Mitglieder im Planungsausschusses sind.

Die Informations-Tour startete am Rathaus. Von dort ging es durch den Bürgerpark zu dem neu geplanten Streetbasketballplatz und der Half-Pipe, vorbei an den beiden Gymnasien und der Gesamtschule wurde das Sporthallensanierungsprojekt vorgestellt. Entlang der Planungsbezirke „Lebensader Lux“ und „Alter Bahnhof – Neubau HGK Gelände“ fand der nächste Stopp am Euronova Campus statt. In direkter Umgegung wurden noch das Gewandhaus, die Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft und das neue Lehrschwimmbecken Puddel One angefahren. Zum Abschluss wurden im Brauhaus Coltro offene Fragen in lockerem Rahmen beantwortet. Auch für das kommende Jahr in eine Fahrradtour mit Informationen zu den Planungsprojekten in Hermülheim und Kalscheuren geplant.

Bürgermeister Dirk Breuer lud zum Bürgertreff

„Politik lebt vom mitmachen, mitreden und mitgestalten“, sind sich die CDU-Ratsmitglieder Gudrun Baer, Bjørn Burzinski und Peter Zylajew einig. „Deshalb freuen wir uns, dass so viele Bürgerinnen und Bürger der Einladung des Bürgermeisters zum Bürgertreff in der Clementinenschule folgten.

Themen gab es genug: Das alte Schwimmbad, die Baustelle am Standort der ehemalgien Gaststätte Paula Mellen, aber auch das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das sich mit der Planung und Gestaltung der Ortsmitte beschäftigt. Aber auch darüber hinaus nahmen Dirk Breuer und die anwesenden Vertreter von den Stadtwerken und aus der Verwaltung viele Vorschläge und Anregungen mit. „Die Verwaltung kann nur die Rahmenbedingungen schaffen, mit Leben müssen die Alt-Hürtherinnen und Alt-Hürther ihren Ortsteil selbst füllen. Wir danken allen, die sich daran beteiligen“, zeigt sich die CDU-Ortsverbandsvorsitzende, Melanie Jennek, zufrieden.

Das Hochwasser im Juli 2021 hat auch an der Wendelinusschule zu erheblichen Schäden geführt. Hinzu kommt die grundsätzliche Herausforderung der Grundwasserhaltung. Besonders im Kellergeschoss, das auch einen Bunker umfasst, tritt nach stärkeren Regenfällen regelmäßig Wasser ein.

„Eine Abdichtung des Bunkers würde erhebliche finanzielle Mittel erfordern, wobei die technische Umsetzbarkeit bislang nicht abschließend geklärt ist. Zudem kann der Erfolg einer solchen Maßnahme nicht garantiert werden. Daher wurde entschieden, die Kellerräume zukünftig nur noch als Lagerflächen zu nutzen und nicht mehr für den dauerhaften Aufenthalt von Personen herzurichten“, berichtet Ratsfrau Dr. Petra Hüfken.

Durchgeführte Arbeiten: Abriss- und Rückbauarbeiten, Feinreinigung mit Freimessung auf Schimmel und mikrobiellen Befall sowie Verlegung der Elektroleitungen aus dem Bunker in das Erd- und Obergeschoss

Aktuell laufende Arbeiten: Die Oberflächen im Kellergeschoss sollen aktuell in einfacher Ausführung wiederhergestellt werden. Auf Basis der Erkenntnisse aus dem Bodengutachten, der geplanten Schulhofsanierung und der perspektivischen Standortentwicklung wurde eine umfassende Planung erstellt. Die weitere Bearbeitung des Projekts erfolgt voraussichtlich ab 2025.

Ortsvorsteher Gerd Fabian: „Es ist gut, dass die Schäden mit Blick auf weitere Starkregenereignisse in der Zukunft abgearbeitet werden. Dies erfordert Geduld von allen Akteuren.“

Immer häufiger wird CDU-Ratsherr Thomas Klug auf Verschmutzungen von öffentlichen Flächen durch Müll oder sogar Sperrmüll, in der Regel in Folge des achtlosen Wegwerfens oder Liegenlassens von Abfall aufmerksam gemacht. Dies trägt nicht gerade zu einem schönen Kendenich bei, wo sich doch alle wohlfühlen sollen. „Ich schaue mir das Ganze dann vor Ort an. Sind es kleinere Gegenstände entsorge ich diese ggf. schon selbst. Mittlerweile telefoniere ich aber fast regelmäßig mit Stadt oder Stadtwerke und bitte darum, Unrat zu entfernen, weil es einfach zu viel oder zu groß ist. Dies geschieht dann auch i.d.R. kurzfristig, wofür ich den Kollegen auch sehr dankbar bin. Aber muss das sein? Will man mit so einem Dreck vor seiner Haustüre wohnen? Ich meine eher nicht. Umso unverständlicher ist mir das Ganze“, empört sich Thomas Klug: „Ich kann das einfach nicht mehr nachvollziehen.“

Je nachdem welche Art von Müll hier hinterlassen wird, entstehen dadurch unterschiedliche Arten von Problemen, Belästigungen oder Gefahren wie bspw. hygienische, ökologische und/oder ästhetische Beeinträchtigungen. „Dabei muss das absolut nicht sein. Größere Mengen Grünabfälle, Elektroschrott oder Sperrmüll können am Wertstoffhof, Kalscheurener Straße 105, abgegeben werden. Die Öffnungszeiten sind im Innenteil des Müllkalender oder auf der Homepage der Stadtwerke zu finden“, so Klug weiter.

Für Sperrmüll und Elektrogroßgeräte kann bei den Stadtwerken ein Abholtermin vereinbart werden: www.stadtwerke-huerth.de/de/Service-fuer-uech/Abfall/. Besitzer eines Smartphones können sich zudem die Mängelmelder APP der Stadt Hürth herunterladen. Schnell und unbürokratisch können hier auch sofort Schäden oder Störungen mitgeteilt werden.

„Sie sehen, es muss keiner seinen Müll wild im Ort verteilen. Es gibt ausreichend Möglichkeiten, diesen Fachgerecht zu entsorgen. Bitte helfen Sie mit, dass unser Kendenich lebens- und liebenswert bleibt“, bittet Klug abschließend.

Das Hochwassers im Juli 2021 hat an vielen städtische Gebäuden Schäden verursacht. An der Brüder-Grimm-Schule hat das Kellergeschoss massive Schäden erlitten.

Im städtischen Haushalt sind Mittel für Modernisierungsmaßnahmen am Gebäude eingestellt. Kapazitätsbedingt und vor dem Hintergrund der umfassenden Schäden aus dem Hochwasser musste die Durchführung dieser Maßnahmen zurückgestellt werden.

„Vor dem Hintergrund der Sanierungswürdigkeit des gesamten Schulgebäudes und der perspektivischen Standortentwicklung erarbeitet die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie unter Berücksichtigung des Gebäudes der Lebenshilfe (altes Schulgebäude) an der Hermülheimer Straße“, berichtet Nadine Kessenich- Heinzel, sachkundige Bürgerin für die CDU-Fraktion.

Aktuell erfolgt die Ausschreibung eines Architekten/-Planervertrages. Ein Rahmenterminplan für die weitere Standortentwicklung lässt sich erst im Ergebnis der Machbarkeitsstudie aufzeigen.

„Die jetzt umgesetzte Einbahnstraßenrichtung für den oberen Teil des Von-Geyr-Rings in Richtung Otto-Maigler-See schafft endlich eine Verkehrsregelung, die unsere Ortslage entlastet und damit mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Schulkinder schafft“, freut sich Ortsvorsteher und CDU-Ratsherr Peter Prinz.

Die Planung sah vor, die Richtung der Einbahnstraße zwischen dem Knotenpunkt Von-Geyr-Ring / ZurGotteshülfe / Parkplatz Otto-Maigler-See in Richtung Alstädten/Burbach umzukehren, sodass die Ausfahrt aus dem Wohngebiet zum Knotenpunkt am Otto-Maigler-See erfolgen kann. Die Poller am Verbindungsweg an der Fernwärmestation wurden entfernt und so auch der Weg als Einrichtungsverkehr von der Straße Zur Gotteshülfe in Richtung Von-Geyr-Ring geöffnet“, weiß Rüdiger Winkler, CDU-Sprecher im Planungsausschuss zu berichten.

„Da Nebenanlagen nicht geplant sind, erfolgt der Fußverkehr über die Fahrbahn. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit bleibt bei 30 km/h. Außerdem wird der Radverkehr überall in beide Richtungen freigegeben und die Einbahnstraße in der östlichen Zuführung zum Verbindungsweg aufgehoben“, berichtet Prinz weiter.

„Eine Investition an der richtigen Stelle, die zur innerörtlichen Entlastung der Verkehrssituation und gerade beim sommerlichen Andrang rund um den Otto-Maigler-See führen wird“, sind sich die CDU-Ratsherrn Peter Prinz und Wilfried Görtz sicher.

Es gibt viel zu tun in Sielsdorf und Stotzheim – und die Stadtwerke gehen ab 2025 auch so einiges an: Im Frühjahr soll es eine neue Straßenbeleuchtung entlang der Kölner Straße von der Dorfstraße bis zur Niklausstraße geben. Bis in den Sommer hinein wird sich dann voraussichtlich die Sanierung der Anlagentechnik und der Neubau eines Betriebsgebäudes am Kaskadenwehr an der Gärtnerei Roozen erstrecken. Und für 2026 hat sich das Stadtwerke-Team die Erneuerung der Straßendecke an der Niklausstraße vorgenommen.

Auf Stotzheimer Gebiet soll zunächst im Frühjahr/Sommer 2025 das in die Jahre gekommene Betriebsgebäude des Stauraumkanals saniert werden. Das Gebäude steht am Ende des Randkanals, wo Fußgänger und Radfahrer von der Efferener Straße auf die Berrenrather Straße Richtung Stotzheim einbiegen können. Für 2027 und 2028 stehen weitere große Projekte an: Entlang der Horbeller Straße wollen die Stadtwerke ab Sommer 2027 abschnittsweise Wasserleitungen, Beleuchtung und Kanalisation erneuern. Am Schlehbuschweg und in der Plektrudisstraße soll 2027 die Straße neu gedeckt werden.

Deutlich früher, nämlich schon im ersten Quartal 2025, sollen die konkreten Planungen für die Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens an der Decksteiner Straße beginnen. Dieses Projekt ist als eine zentrale Maßnahme zur besseren Bewältigung von Starkregen in einer Info-Veranstaltung am 12. September, organisiert vom CDU-Ortsverband, vorgestellt worden. Für beide Orte wird das Ziel verfolgt, das Wasser aufzuhalten, bevor der Gleueler Bach Sielsdorf erreicht bzw. der Stotzheimer Bach die Efferener Straße passiert. Alle Berechnungen, wie das Regenbecken an der Decksteiner Straße gestaltet werden muss, wollen die Stadtwerke noch bis Jahresende abschließen.

Diese Maßnahmen stehen so schon im Investitionsplan der Stadtwerke. Diesen berät der Verwaltungsrat zusammen im Januar 2025. „Straßen und Infrastruktur intakt zu halten und wo nötig auszubauen, bleibt auch in Zeiten knapper Haushalte unsere oberste Priorität“, verspricht Ulrich Klugius, der als Vertreter der CDU-Fraktion im Verwaltungsrat engagiert ist.