Vier Projekte für Stotzheim und drei für Sielsdorf umfasst das neue Gewässerkonzept, das die Stadtwerke Hürth in den kommenden Jahren angehen wollen. Sie sind Teil eines Pakets von insgesamt 15 Maßnahmen entlang des Gleueler und des Stotzheimer Bachs.

In Sielsdorf soll am Gänsehof bis Anfang 2028 der Zulauf zum Teich erneuert und um Retentionsflächen ergänzt werden. So kann bei Starkregen gezielt Wasser zurückgehalten werden, bevor es den Ort erreicht. Ab Niklausstraße wird das Bachbett aufgeweitet. Und im Bereich der Alten Kläranlage soll bis Ende 2027 ein neuer Spazierweg bis kurz vors Biotop führen – mit Brücke, Bank und Schutzzonen für Flora und Fauna.

Über 300 verschiedene Tier- und Pilzarten konnte Ivo Bathke (auf dem Foto rechts), erster Ansprechpartner für das Sielsdorfer Biotop beim Hürther BUND, rund um das Areal schon verzeichnen: Jüngst hat Bathke eine – so wörtlich – „kleine Sensation“ entdeckt: Der jüngste Neuzugang im Areal ist ein nur noch selten beobachtbares Baumfalken-Paar.

In Stotzheim greifen vier Maßnahmen ineinander: Ausgehend vom Von-Geyr-Ring in Alstädten-Burbach wird das Bachbett naturnah umgestaltet. In Höhe des Villenhofs erhält der Bach bis Ende 2027 mehr Raum, was die Speicherkapazität deutlich erhöht. An der Decksteiner Straße wird das bestehende Hochwasserrückhaltebecken vergrößert und in eine Versickerungsanlage umgeplant. Und zwischen Frechener Straße und westlichem Ortsrand soll ein durchgängiger Rad- und Fußweg entstehen, ergänzt um Wasserrückhaltemaßnahmen nahe der Frechener Straße.

„Für Spaziergänger und Hundehalter im Dorf freut es mich, dass es durch die neuen Pläne gelungen ist, auf die geplante Umzäunung des Beckens an der Decksteiner Straße zu verzichten“, erklärt Ulrich Klugius (auf dem Foto links). Als Ratsmitglied im Verwaltungsrat begleitet er die Planungen der Stadtwerke seit Jahr und Tag intensiv.

Das Prinzip hinter allen Plänen: Alle Maßnahmen wirken zwar für sich, verfolgen aber gemeinsam vier Ziele: Hochwasserschutz, Stadtklima, Naturschutz und Naherholung. „Der CDU-Ortsverband wird auf eine zügige Umsetzung achten“, kündigt Klugius an.

Das gesamte Gewässerkonzept haben die Stadtwerke im Internet veröffentlicht: https://www.stadtwerke-huerth.de/de/Wasser-fuer-uech/Gewaesserkonzept-Webversion.pdf

Bis zum Beginn der Sommerferien sollen gleich zwei Bau-Maßnahmen in Stotzheim ihren Abschluss finden: Herbert Hand, 1. Vorsitzender des Quartiersvereins, freut sich auf die Fertigstellung des neuen Backstage- und Lagerbereichs fürs Kulturgasthaus. (Programm fürs 2. Halbjahr unter https://kulturgasthaus.de/Veranstaltungen)

Und Ortsvorsteher Willy Winkelhag möchte die Umgestaltung der Grünfläche hinter der Arztpraxis an der Hospitalstraße abschließen: Mit Unterstützung der Gemeinde St. Brictius baut Winkelhag im Schatten der großen Bäume einen neuen Spiel- und Erholungsplatz mit Boule-Feld, Bänken und viel Platz für alle Generationen.

Beim CDU-Ortsverband Stotzheim/Sielsdorf weht ab Sommer ein frischer Wind: Bei den Vorstandswahlen am 8. Juli 2026 stellt sich Hans-Joachim „Achim“ Gutsche als Kandidat für den Vorsitz zur Wahl. Er übernimmt von Hajo Schmitz, der das Amt seit Dezember 2024 übergangsweise führte.

Gutsche, Rechtsanwalt auf dem Weg in den Ruhestand, bringt 27 Jahre Parteierfahrung mit. Lange Jahre alleinerziehender Familienvater und früherer Jugendbetreuer, war er bisher politisch eher im Hintergrund aktiv. Gemeinsam mit dem bisherigen Vorstand hat er überlegt, wie wieder mehr Schwung in den Ortsverband kommt, und ein Konzept vorgelegt, das alle Altersgruppen und soziale Schichten anspricht.

Deshalb steht er auch schon mit mehreren Aktionen in den Startlöchern:

Ü-60-Kick-Treff: Ab 1. Juni trifft sich freitags eine neue Gruppe, die – so Gutsche – „einfach mal wieder gegen den Ball treten möchte“: Wiedereinsteiger, Fußballinteressierte, Bewegungshungrige – willkommen ist jeder ab 60. Treffpunkt ist das Sportlerheim Stotzheim um 17.30 Uhr, Anpfiff um 18 Uhr. Anmeldungen und Fragen gehen an Achim Gutsche unter achim.gutsche.cdu@gmx.de oder 0170 58 37 444.

Unternehmer-Netzwerk: Mehr als 60 Selbstständige, Handwerker, Musiker, Kaufleute, Künstler, Personaltrainer, hat Gutsche in Stotzheim und Sielsdorf ausgemacht. „Der Mittelstand ist der Motor unserer Gesellschaft – und in unseren Orten sehr vielfältig“, sagt Gutsche. Am 5. Juli soll ein erstes Treffen stattfinden, bei dem die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer einander kennenlernen. (Anm. an achim.gutsche.cdu@gmx.de) Findet das Format Resonanz, ist als nächstes sogar eine Unternehmer-Messe denkbar, bei der sich die heimischen Betriebe der Bevölkerung präsentieren können.

Mitgliederversammlungen neu gedacht: Auch für die Zusammenkünfte des CDU-Ortsverbands hat Gutsche ein Konzept im Gepäck: Künftige Versammlungen sollen dreigeteilt stattfinden: Im ersten Teil bespricht der Ortsverband interne Angelegenheiten unter Mitgliedern. Ab 20 Uhr ist der zweite Teil dann für alle Interessierten geöffnet – mit einem Bericht aus Rat und Verwaltung der Stadt Hürth. Vorgestellt werden aktuelle Themen. Im dritten Teil möchte Gutsche den Abend gemütlich ausklingen lassen. Mit der Mitgliederversammlung am 8. Juli soll es erstmals in dieser Form losgehen – um 20 Uhr im Pfarrheim St. Brictius. Thema des Vortrags für alle: „Einnahmen und Ausgaben der Stadt – wie funktioniert das in Hürth?“

Dart-Turnier für Jugendliche: Unter der Überschrift „Welches Ziel hast du?“ möchte Gutsche gemeinsam mit dem Ortsverband an vier Wochenenden nach den Sommerferien Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren zu einem Dart-Turnier ins Kulturgasthaus Op d’r Eck einladen.

Schon vor seiner Wahl sah Gutsche seine Aufgabe darin, alle Mitglieder des Ortsverbands persönlich zu kontaktieren – mit Erfolg: Manch bisher Inaktiver hat seine Mitarbeit zugesagt. Gutsche: „Mich interessiert: Welche Themen liegen meinen Nachbarn vor Ort am Herzen? Wie können wir unsere beiden Orte noch lebendiger machen?“

„Mit dem neuen Gewässerkonzept für den Gleueler und den Stotzheimer Bach gehen wir in Hürth einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaschutz, Hochwassersicherheit und die Aufenthaltsqualität in Hürth“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Bjørn Burzinski. „Wir schaffen damit die Grundlage, um Wasser sichtbar und erfahrbar zu machen und gleichzeitig auf Starkregenereignisse flexibel reagieren zu können.“

Das Konzept, das in enger Abstimmung zwischen Stadt und SWH entwickelt wurde, verfolgt das Ziel, Wasser bei Starkregen zu speichern und schadlos aus den Siedlungen zu leiten. Gleichzeitig soll es ein gesundes Stadtklima fördern, Lebensräume für Pflanzen und Tiere sichern und die Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger steigern.

„Ich freue mich besonders, dass das Konzept nicht nur langfristig wirksam ist, sondern auch in kleinen, gut sichtbaren Projekten umgesetzt werden kann, die sich gegenseitig ergänzen. Die teilweise Renaturierung der Wasserläufe gibt die Bäche der Natur zurück und entschärft damit Gefahren, die erst bei starken Regenfällen sichtbar werden“, sagt Ulrich Klugius, CDU-Ratsmitglied aus Stotzheim. „So wird die Bewahrung und Aufwertung unserer Bäche für die Menschen vor Ort greifbar.“

Die CDU-Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag im Verwaltungsrat zu und unterstützt damit die zukunftsgerichtete, flexible Planung für die Gleueler und Stotzheimer Bäche. Das Konzept wurde offiziell zum internationalen Tag des Wassers am 22. März 2026 veröffentlicht.

Ulrich Klugius (52), Journalist und CDU-Ratsmitglied, bewirbt sich im September um das Direktmandat für Stotzheim und Sielsdorf: „Ich möchte, dass unsere Dörfer Orte bleiben, in denen sich Familien wohlfühlen, Kinder sicher aufwachsen und Ältere gut versorgt leben können“, sagt Klugius. Aktuell habe er etwa ein waches Auge auf die Maßnahmen zum besseren Starkregenschutz ebenso wie auf das Thema Flüchtlingsunterkünfte.


Ein besonderes Anliegen ist ihm das Kulturgasthaus „Op d’r Eck“, das er gemeinsam mit dem örtlichen Quartiersverein weiter zu einem offenen Treffpunkt für alle Generationen entwickeln will – für Alteingesessene genauso wie für Neuzugezogene.


Durch eine „enge persönliche Abstimmung mit Ortsvorsteher Heinz-Werner Kriesch“ werde er auch die Anliegen des Gleueler Teils seines Wahlkreises im Blick behalten.

Mehr zu Ulrich Klugius: Ulrich Klugius – engagiert und erfahren

Im Mai haben die Bauarbeiten an der Wehranlage in Sielsdorf begonnen. Das Wehr muss samt Technik aufgerüstet werden. „Wie problematisch die Lage ist, hat sich Ende Mai gezeigt“, so Ulrich Klugius, „schätzungsweise ein Dutzend Häuser hatten mit Wassereinbruch zu kämpfen.“ Die Baumaßnahmen haben sich verzögert, weil monatelang kein Bauunternehmen ein Angebot auf die Ausschreibung abgegeben hat.Der CDU-Ortsverband hat mit Hilfe der betroffenen Hausbewohner ein detailliertes Schadensbild der jüngsten Überschwemmungen erstellt und den Stadtwerken zur Analyse übergeben.

Etwas anders als geplant verlaufen auch die Vorarbeiten zum besseren Starkregenschutz für Stotzheim. Es stellte sich nämlich heraus, dass es Möglichkeiten gibt, größere Wassermengen schon im Bereich der Frechener Straße abzuhalten. Geprüft werde deshalb nun, ob das Rückhaltebecken an der Decksteiner Straße deutlich weniger tief als geplant ausgehoben werden muss. „Dann könnte man auch weitgehend auf eine Umzäunung verzichten. Das würden wir gerade im Interesse aller Spaziergänger und Hundehalter sehr begrüßen“, sagt Monika Schmitz, Vorstandsmitglied im CDU-Ortsverband.

Ein einfacherer Zugang zum Ärztehaus und ein Erholungsareal für Klein und Groß – das ist das neue gemeinsame Projekt von Ortsvorsteher Willy Winkelhag und der Kirchengemeinde St. Brictius.

„Wir haben ja schon gemeinsam den Brunnen vor der Kirche und den Bücherschrank möglich gemacht“, sagt Winkelhag. „Hier, im Schatten der Bäume, wollen wir einen neuen Platz für alle mitten im Ort schaffen“, erklärt Kirchenvorstandsmitglied Willi August.

Dafür haben Winkelhag und August die Terrasse des Ärztehauses mit einem Zaun abgegrenzt und einen barrierefreien Zugang zur Praxis von der Straße Am Acker ausgebaut. Auf der angrenzenden Grünfläche soll u.a. eine Bahn zum Boule-Spielen entstehen.

Das Kulturgasthaus „Op d’r Eck“ ist mit einem Programm ins Jahr gestartet, das noch umfangreicher und vielseitiger ist als 2024: Das Angebot reicht von Vorträgen über Konzerte bis hin zu Comedy. Auf der Website des Vereins gibt es eine vollständige Übersicht: https://kulturgasthaus.de

„Durch die jüngst zugesagte Förderung des NRW-Kulturministeriums kann der Quartiersverein seine großen Ziele noch schneller verwirklichen: ein neuer Backstage-Bereich und die Anschaffung moderner Medientechnik stehen an“, freut sich Hans-Peter Keller, Vorstand im CDU-Ortsverband und Kassenwart im Quartiersverein.

Ein Highlight in diesem Jahr soll der Tag der dritten Orte am 5. Juli werden: Am Festprogramm beteiligen sich u.a. der Fotograf KaPe Schmidt, der Bestseller-Autor Carsten Henn, die Big Band der Musikschule und eine Line-Dance-Gruppe. „Auch die NRW-Kulturministerin Ina Brandes hat sich schon angekündigt“, weiß Keller zu berichten. Für einen festlichen Abschluss am Abend sorgt die Opernwerkstatt am Rhein mit ihrem gefeierten Programm „Lieblingslieder & Herzenstexte“.

Die Aussichten, demnächst sicherer von der Berrenrather Straße Richtung Hundeübungsplatz gelangen zu können, steigen. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung Anfang Mai entschieden, an dieser Stelle eine Mittelinsel als Querungshilfe anzugehen. „Ein Nebeneffekt dieser Insel wäre, dass damit zwischen Frechener Straße und Ortseingang nur noch Tempo 50 statt wie bisher 70 erlaubt wäre“, erläutert Ratsmitglied Ulrich Klugius. Voraussetzung sei aber die Gewährung von Fördermitteln. Die Stadt Hürth hat bereits einen entsprechenden Fördermittelantrag gestellt. Jetzt kommt es auf eine zügige Bearbeitung der Bezirksregierung Köln an, um die Maßnahme umsetzen zu können. Ulrich Klugius hofft auf Einsicht: „Hier kreuzen nicht nur Erwachsene regelmäßig die Berrenrather Straße. Das ist auch für so manches Schulkind der Weg zur Grundschule in Alstädten-Burbach.“

Hürth ist nach aktuellen gesetzlichen Vorgaben zur Aufnahme von etwas mehr als 1.500 Flüchtlingen verpflichtet. Mitte November waren bereits fast 82% aller Unterkunftsplätze belegt. Zu den noch nicht so stark belegten Unterkünften gehören die beiden Container am Frielsweg in Stotzheim: Von den theoretisch 41 Plätzen sind – Stand: Mitte November – 34 belegt, davon 24 in der ersten und zehn in der zweiten Container-Anlage. „Es ist erfreulich, dass das zuständige Amt für Flüchtlingshilfe auch weiterhin dafür sorgt, dass in Stotzheim nur Frauen und Kinder untergebracht werden“, stellt Monika Schmitz, Mitglied im Vorstand des CDU-Ortsverbands Stotzheim/Sielsdorf fest.

Da Hürth wie alle anderen Kommunen auch damit rechnet, in den nächsten Jahren weitere Geflüchtete aufnehmen und unterbringen zu müssen, schreiten die Vorbereitungen für zusätzliche Unterkünfte stadtweit voran – so auch die Pläne für einen Modul-Bau entlang der Niklausstraße in Sielsdorf. „Für die Umsetzung ist es notwendig, den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan zu ändern“, sagt Herbert Jost, Leiter des Amts für Flüchtlingshilfe. Deshalb rechne er damit, dass die Planungen sich bis ins Jahr 2026 erstrecken werden. Wann dann letzten Endes die Unterkunft auch tatsächlich errichtet wird, lasse sich deshalb noch gar nicht näher bestimmen.